Tadeusz Borowski; Foto: © Malgorzata Borowski
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75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz - Bei uns in Auschwitz

Der polnische Schriftseller Tadeusz Borowski wurde 1943 nach Auschwitz deportiert. Seine Schilderungen des Alltags im Konzentrationslager sind bis heute ein erschütterndes Zeugnis.  

Klare, selbstquälerisch gnadenlose Erzählungen.

Imre Kertész

Früher war Tadeusz Literaturstudent. In Auschwitz wird er zum Krankenpfleger ausgebildet. Er soll lernen, wie man steril eine Blinddarmoperation durchführt und Phlegmonen behandelt.

In den Briefen an seine Freundin Maria im Frauenlager Birkenau berichtet Tadeusz vom Blick aus dem Fenster, von dem aus man das "Kremo" nicht sieht, von Boxkämpfen und Orchesterkonzerten, vom Kampf um die Habseligkeiten der neu angekommenen Häftlinge, vom Lagerbordell und Tauschhandel.

Seine Briefe sind Zwiesprache mit der Geliebten. "… verlier nicht den Mut, wenn es Dir schlecht geht. Denn von diesem Lager, dieser Zeit des Betruges werden wir vielleicht einmal den Lebenden Bericht erstatten und die Toten verteidigen müssen."

Von Tadeusz Borowski

Mit Vincent Leittersdorf, Patrycia Ziolkowska, Andreas Schmidt, Sven Plate
Regie: Kai Grehn
Produktion: rbb 2008