Herman Lehmann © UT Institute of Texan Cultures in San Antonio/dpa
UT Institute of Texan Cultures in San Antonio/dpa
Bild: UT Institute of Texan Cultures in San Antonio/dpa Download (mp3, 49 MB)

- Die wilde Freiheit

Ein Apache mit blauen Augen? Der deutschstämmige Hermann Lehmann wurde als Kind in Texas von Apachen entführt und wuchs als "Herman Montechema" bei einem Comanchen-Stamm auf. Die Geschichte eines faszinierenden Lebensweges.

Ihr Bleichgesichter wisst ja, dass ich meinen Frieden mit euch gemacht habe. Aber ihr sollt auch wissen, zu welchem Preis. Ihr Blue eyed devils!

Herman Montechema

Das Hörspiel erzählt die Geschichte des deutsch-stämmigen Hermann Lehmann, der 1871 als 12-Jähriger aus seiner Familie in Texas entführt wird und danach erst in einem Apachen- und dann in einem Comanchen-Stamm lebt. Zunächst aus Zwang, schließlich aber ganz bewusst, nimmt Lehmann unter dem Namen Montechema eine indianische Identität an und entscheidet sich damit für ein Leben in der Wildnis als Krieger und Nomade. Anhand von Originaldokumenten spürt das Hörspiel dem faszinierenden Lebensweg dieses weißen Indianers nach, der sich dauerhaft von der Zivilisation abgewendet hat. Darüber hinaus wird aber auch das sukzessive Verschwinden der letzten "wilden" Lebensräume thematisiert, wie es im 19. Jahrhundert in Nordamerika geschah.

Von Kai-Uwe Kohlschmidt

Mit Hermann Beyer, Laurids Schürmann, Axel Werner, Lars Rudolph, David Ali Rashed, Victor Choulman, Natascha Bondar, Dennis Katzmann, Kai Börner

Komposition: Kai-Uwe Kohlschmidt
Regie: Kai-Uwe Kohlschmidt
Produktion: rbb 2020
- Ursendung -