- Zum Filmstart von "Streik" von Stéphane Brizé

Eine Filmkritik von Anke Sterneborg  

Vor zwei Jahren unterzeichnete im südfranzösischen Aden ein Automobilzulieferer, der 1.100 Angestellte führt und eine Tochtergesellschaft der deutschen Gruppe Schäfer ist, eine Vereinbarung, nach der die leitenden Angestellten und Arbeitnehmer eine Lohnkürzung in Kauf nehmen, damit das Unternehmen gerettet werden kann. Immerhin gilt die Firma als einziger größerer Arbeitgeber der Region. Im Gegenzug versprach das Unternehmen, dass die Arbeitsplätze für die kommenden fünf Jahre gesichert seien.

Nun soll das Unternehmen aber doch geschlossen werden. Die Arbeiter, angeführt von ihrem Sprecher Laurent Amédéo, wehren sich dagegen. Doch selbst Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten scheinen nichts an der Situation zu ändern - obwohl die Firma Rekordgewinne verzeichnet.  

Unsere Filmkritikerin Anke Sterneborg hat "Streik" gesehen.

"Streik"
Frankreich, 2018
Regie: Stéphane Brizé
Mit: Vincent Lindon, Mélanie Rover, Jacques Borderie u. a.

Filmstart: 25.04.2019