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- Folgen des Welthandels

Ghana und das globale Huhn

Von Alexander Göbel

Ende der Woche beginnt in Berlin die Grüne Woche. Aus aller Welt werden Lebensmittel präsentiert, denn die industrialisierte Landwirtschaft agiert längst als ein global Player auf dem Weltmarkt. Oft mit fatalen Folgen für ärmere Länder, wie beispielsweise Ghana in Westafrika. So wird schwer verkäufliches Hühnerfleisch aus Europa in afrikanischen Entwicklungsländern exportiert und zerstört dort die Märkte. Das Europäische Hähnchenfleisch ist in Westafrika so billig, dass die einheimischen Landwirte pleitegehen.

Arbeitslos gewordene Bauern oder ihre Kinder verlassen ihr Land und suchen als Wirtschaftsflüchtlinge eine neue Existenz in  Europa. Eine fataler Kreislauf entsteht.