Daniela Krien; © Carsten Kampf
Carsten Kampf
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- Das literarische Gespräch

Ich bin eine Geschichtensammlerin – die Autorin Daniela Krien im Literarischen Gespräch

Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn

Fünf Frauen: Paula, Judith, Brida, Malika, Jorinde. Sie führen ein scheinbar sicheres Leben - doch angekommen ist keine so richtig. Da ist die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmtheit einerseits, nach Familie und nach Beständigkeit andererseits. Doch die Liebe, von der die Leipziger Autorin Daniela Krien erzählt, ist "Die Liebe im Ernstfall".

Die Leipziger Autorin Daniela Krien taucht in ihrem aktuellen Roman in fünf Frauenbiographien ein, die die Kardinalfragen unserer Zeit stellen. Wie lebt man das richtige Leben? Wofür lohnt es sich zu bleiben? Wann ist der Zeitpunkt zu gehen? Gibt es Beständigkeit? Wie kann man alleine leben, ohne verrückt zu werden? Wieviel Selbstbestimmtheit macht zufrieden? Mit ihrem Roman, einem klugen soziologischen Porträt unserer Gegenwart, hat Krien einen Nerv getroffen – das Buch ist seit Wochen auf der Bestsellerliste und wird von vielen als eines der lesenswertesten Bücher des Frühjahrs bezeichnet.

Die Autorin war zu Gast bei rbbKultur und berichtet im Literarischen Gespräch u.a. davon, wie sie die klugen, lebensnahen Psychogramme ihrer Figuren recherchiert und baut; von ihrer geschärften Wahrnehmung, die ihr manchmal auch zu viel werden kann; und wie sie in ihrer Umgebung Geschichten sammelt und zu Fiktion werden lässt. Und sie erzählt, warum der Untergang der DDR sie selbst und ihre Figuren geerdet hat, was das mit der Liebe zu tun hat und warum ihre Tochter dafür verantwortlich ist, dass die Geschichten Glücksmöglichkeiten für ihre Figuren bereithalten.