Louise Labé
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- "Bedachtsam leben macht mir Mißvergnügen"

Louise Labé, Dichterin und frühe Feministin
Von Jutta Rosenkranz

Mitte des 16. Jahrhunderts forderte Louise Labé die Frauen auf, nicht nur zu Hause zu sitzen und Handarbeiten anzufertigen, sondern sich der Wissenschaft, den Künsten und der Literatur zu widmen. Die Veröffentlichung ihrer Gedichte führte damals zu einem Skandal. Denn sie war eine der ersten Frauen, die über die Liebe schrieb und mit großer Offenheit das ganze Spektrum der Leidenschaften schilderte.

Darüber hinaus äußerte sie auch kritische Töne dem Mann gegenüber und stellte das in der Renaissance noch tief verwurzelte höfische, tugendhafte Idealbild der Frau infrage. Heute ist Louise Labé die bekannteste Renaissance-Dichterin Frankreichs und ihre Sonette gelten als Beispiel hoher poetischer Begabung einer selbstbewussten Frau und Dichterin.

Literaturhinweis:
Jutta Rosenkranz: "Zeile für Zeile mein Paradies' - 18 Porträts bedeutender Schriftstellerinnen"
Piper Verlag 2014, 352 Seiten, Taschenbuch, 10,99 Euro

Gesamtwerk von Louise Labé:
"Torheit und Liebe (Débat de Folie et d'amour)" - Louise Labé

Aus dem Mittelfranzösischen übersetzt von Monika Fahrenbach-Wachendorff
mit einem Nachwort von Elisabeth Schulze-Witzenrath
Secession Verlag, zweisprachig, gebunden, 200 Seiten, 20 Euro
Lieferbar ab 5. September 2019, ISBN 978-3-906910-68-8