Konrad Wolf; © dpa/akg-images
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- "Konrad Wolf - Chronist im Jahrhundert der Extreme"

Antje Vollmer und Hans-Eckart Wenzel über das Lebenswerk des DEFA-Regisseurs

Er gilt als wichtigster Filmregisseur der DDR und ist dennoch (fast) vergessen – Konrad Wolf. Als Sohn des kommunistischen Schriftstellers und Arztes Friedrich Wolf 1925 geboren, emigriert er mit der Familie 1934 nach Moskau, kehrt als sowjetischer Offizier 1945 nach Deutschland zurück, wird schließlich Regisseur.

Zeitlebens bleiben ihm das ambivalente Verhältnis von Russen und Deutschen, die Ursachen von Gewalt und Krieg sowie die Suche nach dem, was Heimat bedeutet, inspirierende Themen. 1965 wird Wolf Präsident der Akademie der Künste in der DDR – in einem Gesellschaftssystem, das ihn hofiert und geprägt hat, das er verteidigt, an dem er sich abgearbeitet und das ihn aufgerieben hat.

Geblieben sind Konrad Wolfs 16 Filme und Fragen an eine Biografie voller Risse. In ihrem Buch "Konrad Wolf – Chronist im Jahrhundert der Extreme" (die andere bibliothek) geben die Politikerin Antje Vollmer und der Liedermacher Hans-Eckard Wenzel ganz eigene Antworten.