- "Papas Algerien ist tot."

Zur Situation der Harkis in Frankreich
Von Sigrid Brinkmann

Als Emmanuel Macron am 14. Mai 2017 zum Präsidenten der Französischen Republik gewählt wurde, schöpften die 1962 aus Algerien geflohenen „Harkis“ und deren Familien Hoffnung auf mehr Anerkennung und auch finanzielle Leistungen, denn viele leben in prekären Verhältnissen.

Harkis nennt man algerische Hilfskräfte, die von 1957 bis 1962, bis zur Unabhängigkeit des nordafrikanischen Landes, in der französischen Armee in Algerien gedient hatten. Der 25. September ist in Frankreich ein nationaler Gedenktag für die Harkis.

Sigrid Brinkmann hat mit den Schriftstellerinnen Zahia Rahmani, Tochter eines Harki, und Alice Zeniter, Enkelin eines Harki, über Geschichtslücken und -traumata gesprochen.