Die Schauspielerin Ursula Werner ist mehrfach entlang der Schönhauser Allee umgezogen. Quelle: rbb

- Von Wendezeiten, "Wolke 9" und anderen Zuständen

Die Schauspielerin Ursula Werner im Dialog
Von Roland Schneider

Als Star galt sie nie und dennoch sind Theater und Film in Deutschland nicht denkbar ohne sie: Ursula Werner. Sie war die Charlie in der Hallenser Uraufführung von Plenzdorfs "Neuen Leiden des jungen W." und 1988 die Mascha in Volker Brauns legendärer "Übergangsgesellschaft" am Berliner Maxim Gorki Theater, wo sie 35 Jahre engagiert war und aufregende Wendezeiten erlebte.

Ursula Werner hat mit komödiantischem Furor 1977 bei der DEFA in "Ein irrer Duft von frischem Heu" Millionen begeistert und wurde als große Liebende in Andreas Dresens "Wolke 9" drei Jahrzehnte später europaweit berühmt. Ihrer Autobiografie gab Ursula Werner (Jahrgang 1943) den Titel "Immer geht's weiter". Im Dezember wird sie im Film "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" zu sehen sein.