Silvester in Spandau 1928/1929; © Archiv Stadtgeschichtliches Museum Spandau
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- Stadtwärts – Unterwegs nach Groß-Berlin

Der Widerspenstigen Zähmung: Spandau

"Mög schützen uns des Kaisers Hand, vor Groß-Berlin und Zweckverband". So seufzte Spandaus Stadtrat Emil Müller bei der Grundsteinlegung des Spandauer Rathauses 1911. Der erbitterte Widerstand der Stadt Spandau half nichts: 1920 verlor sie die kommunale Selbständigkeit und wurde Teil Groß-Berlins. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Spandau 1232. In der St.-Nikolai-Kirche begann der Siegeszug der Reformation in Berlin und Brandenburg. Der Ortsteil "Siemensstadt" trägt Spandaus Bedeutung für die Industriegeschichte Deutschlands im Namen. Bis heute fahren die Spandauer "rein nach Berlin", als würden sie nicht dazugehören.

Maya Kristin Schönfelder ist zu den Widerspenstigen "rausgefahren".

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Siemens-Schuckert-Werke, um 1915 Berlin-Siemensstadt © dpa/akg-images
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Stadtwärts - Unterwegs nach Groß-Berlin

Ende April 1920 votierte die Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung für ein "Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin". Das Groß-Berlin-Gesetz trat am 1. Oktober 1920 in Kraft und schuf die nach London und New York damals drittgrößte Stadt der Welt.