Alice und Horst Bernard mit kleinem Bruder (l) | Hannelore Dörr als Kind (M.) | (v.l.:) Detlef Thieser mit Schwester und großer Cousine (r.) © privat
privat
Bild: privat Download (mp3, 26 MB)

75. Jahrestag der Kapitulation - Kinder des Krieges

Evakuierung, Widerstand und letzte Gefechte an der Saar (1/5)

Alois verbringt seine Kindheit weitgehend ohne Schule, sein Vater hört heimlich BBC. Beim Kampf um das Dorf sterben zwanzig junge deutschen Soldaten. Dann steht für kurze Zeit in seinem Wohnzimmer ein amerikanisches Maschinengewehr und ein Soldat. Detlef wird zu Kriegsbeginn zum ersten Mal evakuiert, weil er innerhalb der roten Zone zu Frankreich lebt, und 1944 ein zweites Mal. Zurück kehrt er ins zerstöre Völklingen und findet in seiner Matratze eine noch nicht explodierte Granate. Hannelore erlebt in der Hüttenstadt Neunkirchen viele Luftangriffe. In ihrer Angstreaktion bekommt sie Lachkrämpfe. Ihre Mutter ohrfeigt sie dann. Horst und Alice haben nach der Saarabstimmung 1935 Saarbrücken verlassen und leben im Süden Frankreichs. Nach Kriegsende kehren die beiden zurück und engagieren sich zeitlebens für die deutsch-französische Aussöhnung. - Menschen der 1930er Jahrgänge erzählen. Radiogeschichten zur Fernsehdokumentation.

Von Jochen Marmit
Produktion: SWR/SR 2020

Weitere Folgen