2. Weltkrieg: Flucht aus den deutschen Ostgebieten vor den vorrückenden Truppen der Roten Armee © dpa/akg-images
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75. Jahrestag der Kapitulation - Kinder des Krieges

Fluchtgeschichten zwischen Ostpreußen und Bremen (4/5)

Wolfgang wohnt in Breslau. Für ihn sind die ersten Toten in diesem Krieg seine Schulkameraden, beschossen auf einer Transportfahrt. Christa aus Bremen sieht ihren Vater 1944 zum letzten Mal, der ihr zuletzt Spiegeleier brät. Christa lebt später mit der Mutter bei den Großeltern in Neustadt. Im April kommen die Engländer und ehemalige russische und polnische Kriegsgefangene stehlen Vieh und schlachten es auf freiem Feld. Leo kommt im östlichen Zipfel Ostpreußens zur Welt. Als der Krieg begann, wird er Zeuge von Gräueltaten. Ein Landmann wird gehängt, weil er mit einer Deutschen geschlafen hat. Als die russische Front näher rückt, flüchtet die Familie und wird eingeholt. Seine Mutter und weitere Frauen werden vergewaltigt. Er kommt in die sowjetische Besatzungszone. Nach mehreren Fluchtversuchen gelangt er 1949 in die Bundesrepublik und der Krieg ist zu Ende. - Menschen der 1930er Jahrgänge erzählen. Radiogeschichten zur Fernsehdokumentation.

Von Alexa Hennings und Jens Schellhass
Produktion: NDR/RB 2020

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