Peter Leonard Braun (2. v. r.) © privat
privat
Bild: privat Download (mp3, 26 MB)

75. Jahrestag der Kapitulation - Kinder des Krieges

Zwischen den Fronten - Von Böhmen bis in die Reichshauptstadt (5/5)

Klaus lebt im tschechischen Außig, heute Ústí nad Labem und wird nach den Beneš Dekreten im Bauch eines Elbkahns flussabwärts über die Grenze abgeschoben. Barbara kommt mit ihrer Familie aus der Lausitz nach Posen. Ihr Vater ist überzeugter Nazi und bringt Barbara und ihre Schwestern im Januar 45 zum Bahnhof. Sie sollen zu Verwandten nach Weimar fliehen. Ihren Vater sieht sie nicht wieder. Johann erbringt trotz Krieg eine unbeschwerte Kindheit im böhmischen Rothmühl, bis er im Juli 45 "einwaggoniert" und in offen Kohlenwaggons Richtung Sachsen geschickt wird. Claus-Peter erlebt am 13. Februar in Dresden die Bombennacht und das Inferno. Ruth überlebt den Nationalsozialismus als "Geltungsjüdin", untergetaucht in einer Gartenlaube in Berlin-Wittenau. Peter Leonhard erlebt mit 16 die letzte und schlimmste Kriegsnacht in Berlin, nachdem er zuvor aus der Organisation Todt desertiert war. - Menschen der 1930er Jahrgänge erzählen. Radiogeschichten zur Fernsehdokumentation.

Von Alexa Hennings, Matthias Körner, Tobias Barth und Ruth Kinet
Produktion: MDR/rbb 2020

Weitere Folgen