Taschenbuchautomat © picture alliance/VisualEyze | Eine junge liest einen Roman im Format einer Zigarettenschachtel © dpa
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- Das Wagnis neuer Gebrauchsliteratur

Wie Taschenbücher seit den 1950er Jahren den deutschen Buchmarkt demokratisieren

Am 17. Juni 1950 starten nach einer aus Amerika importierten Idee des Verlegers Ledig-Rowohlt die ersten Taschenbücher. Die ro-ro-ros sind kleinformatig - 11 mal 18 Zentimeter - und für nur 1.50 DM Verkaufspreis pro Ausgabe werden Rechte zweitverwertet. Die Devise heißt Demokratisierung des Buchmarkts.

1961 schließen sich zwölf führende Verleger zum "Deutschen Taschenbuch Verlag" zusammen. Sie bringen nun auch Originaltitel heraus. Und Siegfried Unseld beginnt 1963 – von Autoren und Lektoren skeptisch beäugt – die "Edition Suhrkamp", eine Taschenbuchreihe, die das geistige Klima der Bundesrepublik lange prägen wird.

Durch anspruchsvolle Ausstattung und makelloses Layout holen viele Verlage das Taschenbuch aus der Schmuddelecke und machen es sogar "geschenkfähig". Heute allerdings konkurrieren die E-Books mit der beliebten Buchform"

Von Dunja Welke