Fohlen am Renee-Sintenis-Platz; Foto: Carsten Kampf
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- Kleine Tiere - Große Geister

Die Menagerie der Renée Sintenis
Von Christiane Helle

Rehe, Pferde, Bären, kaum höher als 20 cm. Im Alter von 27 Jahren schaffte die Bildhauerin Renée Sintenis mit zarten Tierskulpturen den Durchbruch auf dem Kunstmarkt. Ihre männlichen Kollegen bezeichneten ihre Arbeit verächtlich als "Dinger aus dem Spielkasten". Das konnte ihren Erfolg nicht schmälern. In den 20er und 30er Jahren war sie eine Berliner Berühmtheit, vertreten von dem Galeristen Alfred Flechtheim. 1931 wurde sie als erste Frau im Fach Bildhauerei in die Akademie der Künste berufen. Und auch heute noch ist sie einmal im Jahr auf der ganz großen Bühne der Stadt präsent: der Berlinale Bär stammt aus ihrer Werkstatt.

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Podcast | Clever Girls © rbbKultur
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Podcast - Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend

In 13 Folgen stellen wir Berlinerinnen vor, die das Zeug zum feministischen Role Model haben. Starke Frauen aus der Geschichte der Hauptstadt treffen auf Politikerinnen, Gender-Aktivistinnen und Künstlerinnen von heute. Denn die letzten 100 Jahre zeigen: Gleichberechtigung gibt es nicht geschenkt.

Berlinerinnen

Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend - Berühmte Berlinerinnen

Berlin wäre ohne Frauen nie zu dem geworden, was es heute ist: innovativ, kreativ, weltoffen und sehr politisch. Ohne sie gäbe es keinen Bären auf der Berlinale. Der Zoo hätte nach dem 2. Weltkrieg nie durchstarten können Die erste Fliegerin über den Dächern der Stadt? War natürlich auch eine Berlinerin. Die Namen von Renée Sintenis, Katharina Heinroth oder Melli Beese fehlen im kulturellen Gedächtnis der Stadt, dabei sind sie keineswegs Geschichte, sondern beeindruckende Role Models für junge Frauen heute.

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