Ein Transparent mit der Aufschrift "Grundeinkommen! Nehmt's von den Reichen" in Mitte © Wolfram Steinberg/dpa
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- Mehr Geld für Faulenzer?

Die Zukunft der sozialen Sicherung

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für die Wirtschaft haben die Debatte um die Existenzsicherung der sozial Schwächsten neu entfacht. Sollte das Einkommen überhaupt an Erwerbsarbeit gebunden sein – oder wäre es jetzt an der Zeit, das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen? So wie im biblischen Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg: Alle bekommen denselben Lohn, unabhängig von ihrer Leistung. Das könnte sich die Linke gut vorstellen.

Den Kirchen würde schon eine Reform von Hartz 4 genügen. Neben höheren Sätzen für Arbeitslose und ihre Familien fordern sie eine Existenzsicherung, die auf Vertrauen und Ermutigung setzt, statt auf Kontrolle und Sanktionen. Doch auch in den Kirchen gibt es Stimmen, die es eher mit dem neoliberalen Paulus halten: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."

Von Michael Hollenbach