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- Suizid mit Gottes Hilfe?

Die kirchliche Kontroverse um die Sterbehilfe

Ein letztes Gebet und ein Abendmahl, dann reicht der Pfleger ein todbringendes Medikament. In Anwesenheit von Seelsorgerin und Verwandten darf der Mensch dann sanft und selbstbestimmt entschlafen – so könnte künftig Sterbehilfe in evangelischen Einrichtungen ablaufen.

Seit sich Diakoniepräsident Ulrich Lilie und führende Theologen der EKD dafür ausgesprochen haben, neben der Palliativversorgung auch den assistierten Suizid in Hospizen und Pflegeheimen in Erwägung zu ziehen, reißt die Diskussion nicht ab. Sterbebegleitung ja, aber Beihilfe zur Selbsttötung? Das geht nicht nur Katholiken zu weit. Der Vorschlag spaltet auch die evangelische Kirche, rührt er doch an die Grundpfeiler christlichen Glaubens: dass Gott allein über Leben und Tod entscheidet.

Von Sigrid Hoff