Die Einwohner von Vitebsk nach der Befreiuung von den Dt. Besatzern © Alexander Fridlyansky/Sputnik/dpa
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- Vertrieben, vernichtet, verschwiegen

NS-Opfer im postsowjetischen Raum

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann Deutschland einen sorgfältig geplanten Vernichtungskrieg gegen die Bevölkerung der Sowjetunion. So wurden im heutigen Belarus ganze Dörfer ausgelöscht. Doch während es für die ermordeten Juden Europas seit 2005 ein Mahnmal in Berlin gibt, tut sich der deutsche Staat schwer damit, eine Gedenkkultur zu entwickeln, die allen zivilen Opfergruppen gerecht wird, die dort von der deutschen Besatzungsmacht ausgebeutet und ermordet wurden.

Erst jetzt, nach 80 Jahren, gibt es Planungen für eine offizielle Dokumentations- und Erinnerungsstätte. Was macht die Erinnerung an die NS-Untaten im postsowjetischen Raum so schwierig? Und wie steht es mit den unterschiedlichen nationalen Erinnerungen heute, in einer Zeit, wo Politiker gerne das Gestern für ihre Anliegen im Heute funktionalisieren?

Von Tina Heidborn

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