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- Brit Bennett: Die verschwindende Hälfte (10/30)

Gelesen von Tessa Mittelstaedt

Desiree ist seit zehn Jahren wieder in Mallard. Dass sie als junges Mädchen hinaus ins Leben und weg von dem seltsamen Ort in Louisiana gegangen war, in dem die Schwarzen stolz darauf sind, besonders hellhäutig zu sein, ist nur noch eine vage Erinnerung. Aber sie hat immer noch Angst davor, dass ihr gewalttätiger Ehemann, den sie in Washington verlassen hat, irgendwann vor der Tür steht. Detektiv Early Jones, der sie im Auftrag ihres Mannes suchen sollte, ist zu ihrem Lebensgefährten geworden. Er ist oft unterwegs, manchmal, weil er immer noch nach Desirees Schwester Stella fahndet, die sich in Luft aufgelöst hat und nicht gefunden werden will. Desirees Tochter Jude ist inzwischen fast erwachsen. Sie ist eine talentierte Läuferin und hat sich an der Uni in Los Angeles eingeschrieben.

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"Es ist ein hochpolitisches Buch." - "Die verschwindende Hälfte" von Brit Bennett

Brit Bennett gilt als wichtigste junge Stimme der US-Literatur. Mit "Die verschwindende Hälfte", einem Generationen umspannenden Epos über ethnische Zugehörigkeit, die Last der Geschichte und die Sehnsucht nach einem neuen Leben, tritt sie in die Fußstapfen von Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison. Mit ihrem Übersetzer Robin Detje hat Anja Herzog gesprochen.