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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - Marcel Proust: In Swanns Welt (2/44)

Gelesen von Peter Matić

Der namenlose Erzähler - den wir Marcel nennen dürfen, weil sich die Welt des Romans und die Biografie des Autors immer wieder überschneiden - vergegenwärtigt sich die Tage seiner Kindheit. Schon in den ersten Sätzen schlägt er die wichtigsten Themen seines monumentalen Werkes an: den Traum, die Zeit, die Erinnerung.

Das Kind ist mit den Eltern auf dem Lande, verbringt träge Wochen im Hause der Großeltern. Er geht früh schlafen und versinkt in seltsame Gedanken. Das Erlebte und das Gelesene, Realität und Traum vermischen sich zu einer Fantasiewelt. Weil der Knabe Angst vor dem Schlafen und dem Alleinsein hat, hat man ihm eine „Laterna magica“ geschenkt, die sein Zimmer bunt beleuchtet und märchenhafte Gestalten zum Leben erweckt. Doch die glitzernden Projektionen können ihn nicht von der Furcht befreien, die ihn gleich nach dem Abendessen befallen wird, wenn er die geliebte Mutter verlassen und ins Bett muss. Die Großmutter, die bei Wind und Wetter durch ihren Garten streift, meint, der Junge sei ein verzärtelter Stubenhocker, dem die frische Luft und das freie Atmen fehlt.

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Marcel Proust © picture alliance / Heritage-Images
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