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- Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - Teil 7: Die wiedergefundene Zeit (1/39)

Gelesen von Peter Matić

Wir gelangen wir nun an das Ende unserer Durchquerung des Erzählkontinents der großen Suche. Der letzte, der siebte Band, steht auf dem Programm: Die wiedergefundene Zeit.
Eine in Lindenblütentee getauchte Madeleine stand am Anfang: „Und dann war mit einem Mal die Erinnerung da." Mit dem Erinnerungsschock öffnet sich für den 1871 geborenen Arztsohn Marcel Proust ein weites Feld: Nach vielen Jahren, die er in den mondänen Kreisen des Großbürgertums und der Aristokratie verbracht hatte, beginnt er 1909 mit der Niederschrift seines Mammutwerks, an dem er - geplagt von immer wiederkehrenden Asthmaanfällen und zunehmender körperlicher Schwäche — bis zu seinem Tod am 18. November 1922 arbeitete. In seinem Schlafzimmer, das zur Lärmdämmung mit Korkplatten versehen war, kämpfte er seinen Kampf gegen die Furie des Verschwindens: All das Vergangene und in der Erinnerung Verblassende sollte mit der Kraft der Sprache bewahrt werden, die eigene Geschichte wie auch die Welt des Adels und Großbürgertums im Paris des fin de siècle.

In "Die wiedergefundene Zeit" ist der Ich-Erzähler nun ein alter, ziemlich desillusionierter Mann, der in Paris zu Zeiten des Ersten Weltkrieges ein Resümee seines Lebens und Werkes zieht. Der Band in der deutschen Übersetzung von Eva Rechel-Mertens setzt ein mit der Erinnerung an einen Besuch in Tansonville nahe Combray, der Stadt, in der der Ich-Erzähler als Kind und Jugendlicher oft war.

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