Zeigerlose Uhr in Wien mit Schriftzug "Zu jeder Zeit"; © imago-images/Volker Derlath
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- Wenn niemals Schluss ist

Eine entgrenzte Perspektive

Rund um die Uhr einkaufen – dafür braucht man in einer Metropole wie Berlin nicht mal das Internet. Längst haben Supermärkte bis Mitternacht geöffnet, manche sogar rund um die Uhr. Fast fühlt es sich an, als sei das schon immer so gewesen, doch der Ladenschluss wurde erst 2006 liberalisiert.

Konsumieren wann man will, schafft Freiheit. Das gilt auch für andere Konsumgrenzen, die in den vergangenen Jahren gefallen sind. Wer Musik hören will, muss sie nicht erst auf CD kaufen, sondern kann sie sich jederzeit aufs Handy holen. Wer Lust auf einen Film hat, muss dank Netflix & Co. nicht warten, bis das Fernsehen ihn zeigt.

Auch in der Arbeitswelt schwinden die Grenzen von Raum und Zeit – zuletzt eindrucksvoll verstärkt durch den Shutdown. Die neue Grenzenlosigkeit macht das Leben bequem – aber macht sie auch glücklich?

Von Susanne Gugel und Thorsten Gabriel