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CD-Kritik - Josef Suk: Klavierquintett op. 8

Eine CD-Kritik von Kai Luehrs-Kaiser

Seit Kirill Petrenko verkündete, sich bei den Berliner Philharmonikern sofort für den tschechischen Komponisten Josef Suk einsetzen zu wollen, sprießt’s allerorten. In diesem Fall hochprominent, denn immerhin Christian Tetzlaff leiht hier seine die Geige dem Frühwerk von Suks Klavierquintett. Den späteren Zyklus "Erlebtes und Erträumtes" spielt die deutsch-griechische Pianistin Kiveli Dörken etwas arm an Lokalkolorit, aber so, dass man Suks Stellung zwischen seinem Schwiegervater Dvorak, dem etwas älteren Janacek und Mahler deutlich hören kann. Ein Beweis, dass Suk, für den sich früher kein Aas interessierte, plötzlich etabliert ist.

Eine CD-Kritik von Kai Luehrs-Kaiser.

Bewertung: ★★★★

Josef Suk: Klavierquintett op. 8 etc.
Kiveli Dörken, Klavier
Christian Tetzlaff, Florian Donderer, Violine
Timothy Ridout, Viola, Tanja Tetzlaff, Violoncello
Label: Ars, 2020 | 38 298