Transparenz für alle Beteiligten - Julia Effertz: "Eine Intimitätskoordinatorin choreografiert intime Momente vor der Kamera oder auf der Bühne"

Ein Porträt von Ute Büsing

Im Zuge des Harvey-Weinstein-Skandals und der MeToo-Bewegung hat die Sensibilisierung für den Umgang miteinander auch auf Theaterbühnen und am Filmset zugenommen. Wie können intime Szenen, in denen geküsst, gestreichelt oder mehr wird, einvernehmlich und frei von Übergriffen gestaltet werden? Um diesen Prozess zu begleiten, hat sich in Großbritannien und in den USA bereits ein neues Berufsbild entwickelt: die Intimitätskoordinatorin. Die bisher einzige ihrer Art in Deutschland ist die in Berlin lebende gebürtige Rheinländerin Julia Effertz. Was genau sie wo macht, hat sie Ute Büsing erklärt.