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Bild: Andrej Grilc

Vergessene jüdische Musik im Konzert - Lebensmelodien

Das Projekt "Lebensmelodien" des Musikers Nur Ben Shalom entdeckt Musik jüdischer Komponisten, die zwischen 1933 und 1945 entstanden ist. Wir übertragen das Konzert mit Nur Ben Shalom und dem Nimrod Ensemble am 8. November aus der Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg ab 18 Uhr im Video-Livestream. Auf rbbKultur Radio ab 20.04 Uhr.

Es sind Melodien, die in den Ghettos komponiert oder gespielt worden sind, die geholfen haben, die Lager zu überleben oder Abschied zu nehmen. Der Klarinettist Nur Ben Shalom, selbst Sohn von Holocaust- Überlebenden, hat sie auf der ganzen Welt gesammelt und wird sie mit seinem Nimrod Ensemble in den kommenden zwei Jahren aufführen. Das Projekt ist das Lebensthema von Nur Ben Shalom. Er wohnt seit Jahren in Berlin, kommt aus Tel Aviv, spielt Klarinette und hat die Geschichten zu den Lebensmelodien recherchiert. Das Konzert am 8. November 2020 ist der Auftakt zu dem auf zwei Jahre angelegten Projekt, das vom Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung gefördert wird.

Die Lebensmelodien spielt das "Nimrod Ensemble". Der Schauspieler Udo Samel liest die Lebensgeschichten.

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Nur Ben Shalom (Bild: Andrej Grilc)
Andrej Grilc

Musik, die vom Vergessen bedroht ist - "Mit den Melodien geben wir den Leuten hinter diesen Geschichten eine Stimme"

Der jüdische Musiker Nur Ben Shalom hat ein besonderes Projekt musikalischen Erinnerns. Er sucht gezielt nach der Musik jüdischer Komponisten aus der Zeit vor 1945. Musik, die einmal Teil europäischer Kultur war und jetzt droht, vergessen zu werden. "Wenn wir diese Melodien spielen, geben wir den Leuten hinter diesen Geschichten eine Stimme", sagt er.

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