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- Benjamin Moser: "Sontag. Die Biografie"

Das Literarische Colloquium Berlin zieht zu rbbKultur ins Radio und ins Internet

Am Mikrofon:

Acht Jahre hat der US-amerikanische Schriftsteller Benjamin Moser mit Susan Sontag verbracht – ohne sie je getroffen zu haben. Doch für seine Biographie "Sontag" hat er intensiv recherchiert, ihre Schriften gelesen, in Archiven gesessen und mit 573 Leuten gesprochen.

Biographien sind immer Porträts – und Benjamin Moser spricht in "weiter lesen" von seinem persönlichen Zugang zu Susan Sontag. Eine Frau, für die Kunst und Kultur ein Fluchtweg war, die sich nie wirklich zu ihrem Lesbischsein bekannte, die trotz ihrer Kritik an Fotografie zu den meistfotografierten Frauen ihrer Zeit gehörte – und deren Texte bis heute relevant sind, wenn nicht sogar relevanter als je zuvor.

Voiceover: Joachim Schönfeld
Technik: Barbara Hingst

Susan Sontag wurde 1933 geboren und war eine der bekanntesten und charismatischten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, ihr Denken prägt bis heute den Zugang vieler auf Kunst und Kultur. Zu ihren berühmtesten Texten gehören "Krankheit als Metapher", "Anmerkungen zu Camp" und "Das Leiden anderer betrachten". Sie starb 2004 in New York an Leukämie.

Benjamin Moser wurde 1976 in Houston, Texas geboren. Er lebt momentan vor allem in Utrecht in den Niederlanden, übersetzt aus dem Niederländischen, Spanischen und Französischen und hat vor seiner Biographie über Sontag bereits eine Biographie über die brasilianische Autorin Clarice Lispector geschrieben (übersetzt von Bernd Rullkötter, Luchterhand Verlag 2013, 568 Seiten, 10,00 Euro)

Zum Buch

Benjamin Moser: Sontag. Die Biografie © Penguin Verlag
Penguin Verlag

Benjamin Moser: "Sontag. Die Biografie"

Penguin Verlag, 2020
Gebunden, 928 Seiten
übersetzt von Hainer Kober

40,00 Euro

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