Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz: "Der fremde Ferdinand" © Die Andere Bibliothek
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Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn von rbbKultur und Thomas Geiger vom LCB

Bei den Brüdern Grimm denken alle an Jacob und Wilhelm - dabei gab es noch viel mehr Geschwister: fünf Brüder waren es insgesamt, außerdem eine Schwester. Über einen von ihnen, Ferdinand, ist nun eine neue Biographie erschienen, die das Leben und Wirken des jüngeren Grimm-Bruders nachzeichnet, der sein Leben lang im Schatten der zwei Titanen stand.

Die Literaturgeschichtskriminalisten Heiner Boehnke und Hans Sarkowicz edieren in "Der fremde Ferdinand" nicht nur die Märchen und Sagen neu, die Ferdinand Grimm gesammelt hat, und drucken das erste Mal seit 1835 die Erzählung "Tante Henriette" nach - eine Familienparodie, die zum Bruch mit den älteren Brüdern geführt hat.

Und sie gehen der Frage nach, warum Ferdinand zum Außenseiter nicht nur in seiner Familie wurde. Heiner Boehnke und Hans Sarkowicz vermuten, dass der jüngere Grimm Weihnachten 1810 sein Coming-out hatte. Kurz danach ist in der Familienkorrespondenz von seiner "Unnatur", von "seinem verkehrten Leben" die Rede. "Der fremde Ferdinand" ist nicht nur die Rehabilitation eines kleinen Bruders, sondern auch eine reiche Märchen- und Sagenanthologie.

Mit einem Auszug aus "Der Burgherr" und dem Anfang der Erzählung von "Tante Henriette"

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Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz: "Der fremde Ferdinand" © Die Andere Bibliothek
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Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz: "Der fremde Ferdinand"

Die Andere Bibliothek
Gebunden, 448 Seiten

44,00 Euro

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