Lutz Seiler © Heike Steinweg
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Das LCB im rbb - Lutz Seiler: "schrift für blinde riesen"

Der Literaturpodcast von rbbKultur und dem Literarischen Colloquium Berlin

Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn, Thorsten Dönges

Lutz Seiler und Thorsten Dönges © Anne-Dore Krohn
Bild: Anne-Dore Krohn

Nach zwei sehr erfolgreichen Romanen, "Kruso" (2014, Deutscher Buchpreis) und "Stern 111" (2020, Preis der Leipziger Buchmesse) wendet sich Lutz Seiler wieder der Lyrik zu. Sein neuer Gedichtband "schrift für blinde riesen" ist ein Streifzug durch zwanzig Jahre seines Schaffens. Die Gedichte sind kleine Narrationen, u.a. über Landschaften der Gegenwart und Kindheit, über verschwundene Dörfer der DDR, den Uranabbau, Kiefernwälder, Kieswege, Ahnen und das Nachwirken von Verstorbenen. Warum das Dichten ihn weniger anstrengt als das Schreiben von Romanen, warum das Schreiben von Lyrik etwas Anarchisches hat und welche Rolle die Musikalität spielt, darüber spricht er mit Thorsten Dönges vom LCB und Anne-Dore Krohn von rbb kultur.

"Die Exklusivität von Gedichten begründet sich ja darin, dass sich im Grunde kaum jemand für Gedichte interessiert. Sie entstehen absolut jenseits von Profiterwartungen und das macht ihr utopisches Potential auch für den Autor aus. Es hat etwas Anarchisches, mit Gedichten zu arbeiten, es ist ein Freiraum, der einem offensteht. Ich muss nicht an eine Rezeptionserwartung denken, die ich bei der Prosa immer mitdenke. Bei Gedichten fällt das völlig weg, das ist wunderbar." Lutz Seiler

Zum Buch

Lutz Seiler: "schrift für blinde riesen" © Suhrkamp Verlag
Suhrkamp Verlag

Lutz Seiler: "schrift für blinde riesen"

Suhrkamp Verlag 2021
Gebunden, 120 Seiten

24,00 Euro

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Podcast | Eine Bühne für neue Bücher - weiter lesen

rbbKultur und das Literarische Colloquium Berlin sind zu Beginn der Corona-Pandemie in eine Art Literatur-WG zusammengezogen: Dort tauschen wir Bücher, erzählen uns von Begegnungen mit Autor:innen, und sitzen stundenlang am Küchentisch und quatschen über Lesen, Lieben und Leben.

Musikliste 14.08.2021 17:03 Weiter lesen

Tonträger Werk Zeit
Sony ClassicalLC 06868Best.Nr 88697749252 Antonin Dvorak
Cellokonzert h-moll, op. 104 3. Satz: Finale. Allegro moderato Maximilian Hornung, Violoncello
Bamberger Symphoniker
Sebastian Tewinkel
12:52