Julia Voss: Hilma Klint © Fischer Verlage
Fischer Verlage
Bild: Fischer Verlage Download (mp3, 12 MB)

- „Die Menschheit in Erstaunen versetzen“

Hilma af Klint - eine Biographie im S. Fischer Verlag von Julia Voss

Die Menschheit in Erstaunen versetzen - das wollte die schwedische Malerin Hilma af Klint, geboren 1862. Sie verfügte, dass ihre wichtigsten Gemälde erst 20 Jahre nach ihrem Tod öffentlich ausgestellt werden sollten. Im November 1906 ist Hilma af Klint 44 Jahre alt, als sie beginnt, abstrakt zu malen, vor etlichen anderen ihrer männlichen Kollegen, heute Berühmtheiten der Moderne. Sie malt auf Befehl "höherer Wesen", hört Stimmen, denen sie folgt, und entwickelt bahnbrechende, riesige Gemälde.

Als das New Yorker Guggenheim Museum 2018 eine Ausstellung mit ihren Bildern zeigt, knapp 75 Jahre nach ihrem Tod, sollen es über 600 000 Menschen gewesen sein, die Schlange standen, um die Arbeit dieser Künstlerin zu sehen.

Julia Voss hat sich auf Spurensuche begeben und erzählt in ihrer Biographie mehr als die chronologische Lebens-Geschichte dieser ungewöhnlichen Künstlerin, die ihrer Zeit weit voraus war. Im Gespräch mit Susanne Utsch.







über die Autorin

Julia Voss, geboren 1974, studierte Neuere Deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie. 2009 erhielt sie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, 2013 folgte der Luise-Büchner-Preis für Publizistik.Die Kunsthistorikerin, Journalistin und Autorin ist mit ihrem Buch nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020

zum weiterlesen

Julia Voss: "Hilma af Klint - Die Menschnheit in Erstaunen versetzen"
S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2020; 600 Seiten
ISBN: 978-3-10-397367-9

 

veranstaltungshinweise

Am 5. März kommt der Film Jenseits des Sichtbaren über Hilma af Klint auch ins Kino.
Am 8. März um 20:30 Uhr wird Julia Voss im Cinema Paris, in Berlin, dabei sein. 

Am 8.März, dem Internationalen Frauentag wird Julia Voss außerdem eine der Rednerinnen bei der Demonstration fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen vor der Alten Nationalgalerie sein, in Berlin Mitte, von 14:00 bis 16:00 Uhr

Kommen Frauen nur ins Museum, wenn sie nackt sind? Mit dieser provokanten Frage machten in den 1980er Jahren die Guerilla Girls darauf aufmerksam, dass der Anteil der Kunst von Frauen in den Museen weltweit nicht einmal 5% war. Die Präsenz von Künstlerinnen im deutschen Kunst- und Ausstellungsbetrieb hat sich zwar seitdem verbessert, aber zufriedenstellend ist sie nicht. Das muss sich ändern!

Anlässlich des letzten Tages der Sonderausstellung Kampf um Sichtbarkeit – Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919 in der Alten Nationalgalerie in Berlin wollen Künstlerinnen und deren Unterstützer*innen über performative Aktionen und kurze Impulsbeiträge auf die bis heute andauernde Schieflage im Kunstbetrieb aufmerksam machen.