Mein Ende. Dein Anfang. Nora (Saskia Rosendahl) und Aron (Julius Feldmeier) © Telepool
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DVD-Tipp | Drama - "Mein Ende. Dein Anfang"

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Glauben sie an Seelen-Verwandschaft, Wiedergeburt und Begegnungen mit der Zukunft? Mit all diesen Themen beschäftigt sich "Mein Ende. Dein Anfang", der Debutfilm der Münchner Regisseurin Mariko Minoguchi. Bei seiner Premiere beim Münchner Filmfest im vergangenen Jahr gab es viel Lob, jetzt kommt der Film als DVD heraus. Ob die Anschaffung lohnt, weiß Carsten Beyer.

Es ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick: Als sich die Supermarkt- Kassiererin Nora (Saskia Rosendahl) und der Physiker Aron (Julius Feldmeier) an einem regnerischen Tag in der Münchner U-Bahn über den Weg laufen, wissen beide schnell, dass es für immer sein soll. Bald schon ziehen sie in eine gemeinsame Wohnung, schmieden Pläne für die Zukunft, wollen heiraten und eine Familie gründen.

Ein tragischer Zwischenfall

Dann aber kommt Aron auf tragische Weise ums Leben: Bei dem Überfall auf eine Bank, in der er gerade Geld ziehen wollte, wird der junge Mann erschossen und stirbt noch in den Armen seiner Freundin. Nora weiß in ihrer Trauer zunächst nicht wohin mit sich: Sie taumelt durch ihr Leben, kämpft mit den Geistern der Vergangenheit und findet schließlich Trost in den Armen eines rätselhaften Fremden. Dieser Mann, ein gewisser Natan (Edin Hasanović), kommt ihr allerdings merkwürdig bekannt vor, und – wie sich nach und nach herausstellt: Auch er trägt eine tragische Geschichte mit sich herum.

Mein Ende. Dein Anfang. Natan (Edin Hasanović) © Telepool
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Seelen-Verwandtschaft, Wiedergeburt oder Begegnung mit der Zukunft?

Hatten Sie schon mal das Gefühl, einen Menschen genau zu kennen, obwohl sie ihm zum ersten Mal begegnet sind? Glauben sie an Seelen-Verwandtschaft, Wiedergeburt und Begegnungen mit der Zukunft? Mit all diesen Themen beschäftigt sich "Mein Ende. Dein Anfang", der Debutfilm der Münchner Regisseurin Mariko Minuguchi. Bereits bei der Premiere beim Münchner Filmfest im vergangenen Jahr gab es viel Lob für die Filmemacherin, ihr Drehbuch schaffte es gar auf die Shortlist des Deutschen Filmpreises.

Ende und Anfang fließen ineinander

Tatsächlich erinnert die verschachtelte Liebesgeschichte mit verschiedenen Zeit- und Erzählebenen an die filmischen Meisterwerke von US-Regisseur Charlie Kaufman ("Being John Malkovich", "Adaption"). Auch hier fließen Anfang und Ende, Traumwelt und Realität ineinander, ohne dass der Zuschauer genau weiß, an welchem Punkt der Geschichte er sich befindet. So bleibt der Film spannend – und man hat am Ende einen echten Aha-Effekt.

Mein Ende. Dein Anfang. Nora (Saskia Rosendahl) und Aron (Julius Feldmeier) © Telepool
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Die Teilchen fallen an ihren Platz

Aus dem Hauptdarsteller-Trio weiß vor allem Edin Hasanović als mysteriöser Lover zu überzeugen: Zurecht zählt der Deutsch-Bosnier mittlerweile zu den beliebtesten Schauspielern im deutschen Kino. Bei dem Paar Saskia Rosendahl und Julius Feldmeier muss man dagegen ein paar Abstriche machen – ihre Verliebtheit wirkt etwas albern, Arons Obsession mit dem Schicksal konstruiert und aufgesetzt. Erst im weiteren Verlauf der Filmhandlung, durch diverse Rückblenden und Déjà-vus fallen die einzelnen Teilchen an ihren Platz und Saskia Rosendahl kann doch noch zu großer Form auflaufen.

Lohnende Anschaffung für die heimische DVD-Sammlung

Trotz einiger technischer Schwächen – die Tonmischung ist manchmal undeutlich und die Bilder nicht immer perfekt ausgeleuchtet – ist "Mein Ende. Dein Anfang" eine lohnende Anschaffung für die heimische DVD- Sammlung. Die Verbindung von Love-Story, Mystery-Thriller und philosophischem Überbau ist ein gelungenes Debut und einer der interessantesten deutschen Filme des Kinojahrs 2019.

Carsten Beyer, rbbKultur

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