Das schwarze Quadrat © Port au Prince Pictures
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Komödie - "Das schwarze Quadrat"

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Die Kunstfälscherkrimikomödie "Das schwarze Quadrat" ist das Debüt des Regisseurs Peter Meister und mit Bernhard Schütz, Jakob Matschenz und Sandra Hüller prominent besetzt. In der geschlossenen Welt eines Ozeandampfers müssen zwei Kunstdiebe ein Werk des Malers Malewitsch übergeben, was natürlich viele Verwechslungen und Slapstickmomente mit sich bringt.

Am Anfang der so turbulenten wie schwarzen Kunstfälscher-Komödie "Das schwarze Quadrat" rauben die beiden amateuerhaften Kunstdiebe Vincent (Bernhard Schütz) und Nils (Jacob Matschenz) eines der berühmten Bilder von Malewitsch. Die Übergabe an den russischen Auftraggeber soll ausgerechnet in der geschlossenen Welt eines Ozeandampfers erfolgen, was dramaturgisch einige Möglichkeiten für Verwechslungen und Slapstickmomente eröffnet.

Improvisationskunst

Schon beim Einchecken gibt es Probleme: "Machen Sie mal den Koffer auf", fordert der Beamte. Das habe seine fünfjährige Tochter gemalt, behauptet Vincent von dem zum Vorschein kommenden Kunstwerk. Seine Vierjährige könne schon Häuser und Bäume kontert der. So beginnt ein gewitztes Spiel mit dem Wert von Kunst. Es gab ja schon viele, die der Meinung waren, so ein schwarzes Quadrat leicht selber malen zu können. Irgendwann ist Vincent dann gezwungen, mit Hilfe von Kakaopigmenten und Urin ein neues Quadrat zu improvisieren. Und dann noch eins.

Verwirrspiel um Original und Fälschung

Fälschung und Original, das ist in diesem Film ein Spiel auf vielen Ebenen, denn widrige Umstände zwingen Vincent und Nils als Musikerdoubles zum Unterhaltungsprogramm des Kreuzfahrtschiffes beizutragen. Ausgerechnet der stämmige Vincent muss sich in den hautengen Metallic-Anzug von David Bowie zwängen, während der schlaksige Nils Elvis mimen soll. Und dann muss Blut auch mal als Schminke herhalten.

Liebenswerte Loser

Anders als die von Sandra Hüller sardonisch gespielte Kunsträuberin sind Vincent und Nils keine Bösewichte, sondern liebenswerte Loser und tolpatschige Amateure. Auf den vielen Umwegen des Plots und im Gewusel eines weitläufigen Ensembles finden sie auf anrührende Weise zu ihrer wahren Berufung - der eine im Singen, der andere im Malen..

Anke Sterneborg, rbbKultur

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