12. Berlin Biennale: Installationsansicht - Akademie der Künste © dogtain.info / Vorne: DAAR – Sandi Hilal und Alessandro Petti - "Ente di Decolonizzazione" (Entity of Decolonization), Hinten: Tammy Nguyen, Serie von Malereien
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Bis 18. September 2022 - Berlin Biennale: "Still Present!"

An sechs verschiedenen Orten - darunter die Akademie der Künste, der Hamburger Bahnhof, das KW Institute for Contemporary Art und die frühere Stasi-Zentrale - zeigt die 12. Berlin Biennale Arbeiten von 70 Kunstkollektiven, Künstlerinnen und Künstlern. Daneben gibt es Performances. Kuratiert wurde die Kunstschau vom französischen Künstler und Fotografen Kader Attia.

Sammy Baloji: … and to those North Sea waves whispering sunken stories (II) (… und zu diesen Nordseewellen, die versunkene Geschichten raunen (II); 2021; Metall- u. Glasterrarium mit verschiedenen tropischen Pflanzen, Blumenerde, Tonkiesel, Ton © dogtain.info
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12. Berlin Biennale for Contemporary Art - "Still Present!"

Die "drängenden Fragen der Gegenwart" will sie angehen: Die Berlin Biennale zeigt politisch engagierte Kunst. Mehr als 70 internationale Künstler:innen und Kunstkollektive präsentieren sich an sechs Orten in Berlin. Neben Ausstellungen gibt es Performances, Workshops und Führungen. Die Biennale geht bis zum 18. September 2022. Ein Ausblick von Silke Hennig.

Berlin Biennale Kurator Kader Attia im Hamburger Bahnhof © rbb
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5 min

rbbKultur - Das Magazin - Porträt des Berlin Biennale-Kurators Kader Attia

Die 12. Berlin Biennale zeigt, was junge, zeitgenössische Künstler:innen bewegt. Die Ausstellungsorte sind über die ganze Stadt verteilt, unter anderem in den Räumen der Akademie der Künste, im Hamburger Bahnhof, aber auch in der ehemaligen Stasizentrale in der Normannenstraße. Wie plant man solch ein Großereignis, wie hält man es konzeptionell zusammen? Wir haben den Kurator Kader Attia gefragt.

Ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin (Quelle: BStU/Dronebrothers.de)
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Künstlerische Vergangenheitsbewältigung bei der 12. Berlin Biennale - Überwachung in der ehemaligen Stasizentrale

Die Schäden und Traumata der Vergangenheit mit Hilfe der Kunst zu reparieren, hat sich Kader Attia, der Hauptkurator der 12. Berlin Biennale, vorgenommen. Deshalb ist einer der Standorte des Kunstfestivals dieses Mal die ehemalige Stasizentrale in Lichtenberg, heute Campus für Demokratie. Naheliegend, dass es hier ums Thema Überwachung geht. Andrea Handels war für rbbKultur dort.

Florian Sông Nguyễn: les chiens errants (Die streunenden Hunde), Detail, 2022, Tusche-Wandzeichnung, Tusche auf Papier, Maße variabel; © Florian Sông Nguyễn
Florian Sông Nguyễn
4 min

rbbKultur - Das Magazin - Der französisch-vietnamesische Künstler Florian Sông Nguyễn

Florian Sông Nguyễn steht beispielhaft für die Künstler und Künstlerinnen dieser 12. Berlin Biennale. Er ist Quereinsteiger und beschreibt sich selbst als Franzose vietnamesischer Abstammung. Heute pendelt er zwischen Ho Chi Minh-Stadt und Marrakesch, Vietnam und Marokko, zwei Ländern die durch die Kolonialpolitik Frankreichs geprägt wurden.

Prabhakar Kamble: Objekte aus der Serie Utarand (Gestapelte Behälter); 2022; Tontopf, Metallfuß, Gehirne aus Fiber, Satinstoff, Indigopulver, Acrylfarbe, Eisenstab, Holzsockel © dogtain.info
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Still present! - Die 12. Berlin Biennale

"Still Present" – das kann soviel heißen wie: "Immer noch anwesend" oder auch "Stille Gegenwart" und ist das Motto der 12. Ausgabe der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, die an insgesamt sechs Standorten stattfindet. Unsere Kunstkritikerin Silke Hennig über ihre ersten Eindrücke.

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Zeitgenössische Kunst

documenta fifteen: Besucher:innen vor dem Museum Fridericianum © Swen Pförtner/dpa
Swen Pförtner/dpa

18. Juni - 25. September 2022 - documenta fifteen

Die documenta gilt als der wichtigste Gradmesser der Kunst weltweit. Erstmals seit ihren Anfängen 1955 wird die "Weltkunstausstellung" in diesem Jahr von einer Gruppe verantwortet: der Künstler:innengruppe Ruangrupa aus Indonesien. Dass sie vieles anders machen würden, zeichnete sich schon lange ab. Aber es gab auch schon lange Antisemitismus-Vorwürfe. Berichte und Interviews zur diesjährigen Kunstschau. Unsere Webdoku beleuchtet Nazi-Verstrickungen, Politik und Skandale der documenta seit 1955.

Dayanita Singh, Museum of Chance, 2013 © Dayanita Singh
Dayanita Singh

Gropius Bau - Dayanita Singh: "Dancing with my Camera"

Dayanita Singh wird in diesem Jahr noch an der documenta in Kassel teilnehmen und den Hasselblad-Award in Empfang nehmen. In der Begründung für diesen renommierten internationalen Fotografie-Preis hieß es, die indische Foto-Künstlerin habe in ihrer Arbeit "neue Wege der Auseinandersetzung mit Bildern geebnet", indem sie sie "auf innovative Weise in Büchern und Installationen" präsentiert. Genau das lässt sich jetzt im Gropius-Bau in Berlin in ihrer Ausstellung "Dancing with my Camera" überprüfen.

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