Bernd Gaiser © Gregor Baron
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- Mut, Stolz und Glück

Kirsten Dietrich im Gespräch mit dem schwulen Aktivisten Bernd Gaiser

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 hatten die Gäste der Bar Stonewall Inn an der New Yorker Christopher Street genug: Als sich mal wieder eine Polizeirazzia gezielt gegen diese so genannte Schwulenbar wandte, duckten sie sich nicht weg. Schwule, Lesben und Transgender wehrten sich, aus der Razzia wurde eine Schlägerei und schließlich Aufstände und Proteste, die über Tage dauerten.

Die Geschehnisse rund um das Stonewall Inn gaben neuen Anstoß für die homosexuelle Bürgerrechtsbewegung, weit über die USA hinaus. Es geht seit Stonewall nicht mehr um bloße Duldung, sondern um Gay Pride, homosexuellen Stolz.

Nach 50 Jahren und in Zeiten der Ehe für alle erscheint das wie ferne Geschichte. Bernd Gaiser hat diese Geschichte miterlebt: von den Zeiten, als homosexuelles Begehren strafrechtlich verfolgt wurde, bis zum Aufbruch – Gaiser ist Mitbegründer des Christopher Street Days in Berlin, an dem in Erinnerung an Stonewall queeres Leben in allen Aspekten gefeiert wird.