Gedenktafeln an die Opfer des Zugunglücks von Eschede 1998
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Das Zugunglück von Eschede - 100 und Mama

101 Menschen sterben am 3. Juni 1998 beim Zugunglück von Eschede. Eines der Todesopfer ist die Mutter der Autorin. Erst anlässlich des 20. Jahrestages beginnt sie mit ihren beiden Schwestern über den Tod der Mutter zu sprechen.

Von Miriam Arndts

Mir wurde der wichtigste Mensch aus dem Leben gerissen. Immer noch fällt es mir schwer, zu begreifen, wie ich das überlebt habe. Meine Schwestern sind ein Teil der Antwort.

Zugunglück von Eschede - Die Autorin des Features "100 und Mama" auf dem Schoß ihrer Mutter; © Privat
Bild: Privat

Am 3. Juni 1998 sterben in Eschede 101 Menschen bei dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Eines der Todesopfer war die Mutter der Autorin. Sie war auf dem Weg zum Klassentreffen in einem kleinen Dorf an der dänischen Westküste, ihrem Geburtsort. Mit dabei war ihre jüngste Tochter, damals zwei Jahre alt. Sie überlebte.

Erst anlässlich des 20. Jahrestages des Unglücks hat die Autorin begonnen, mit ihren beiden Schwestern über den Tod der Mutter zu sprechen. Und erst heute wird ihr klar, dass der Verlust auf jede von ihnen völlig unterschiedliche Auswirkungen hatte.

Regie: Friederike Wigger
Produktion: NDR/rbb 2019
Erste Ausstrahlung

 

Zugunglück: ICE in Eschede am 3. Juni 1998; © dpa/Holger Hollemann
Bild: dpa/Holger Hollemann