Beginn des 2. Weltkriegs am 1. September: Gedenkfeier in Wieluń, Ziel der ersten Luftangriffe; © imago images/Tomasz Kudala
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Kriegsgedenken in Polen - Kein Schlussstrich unter die Vergangenheit

Am 1. September 1939 bombardierten deutsche Kampfflieger die polnische Stadt Wieluń und verwandelten sie in ein Massengrab. Die Erinnerungen peinigen die 100-jährige Apolonia Sarowska bis heute.

Ihrem Schwiegersohn Laurenty, damals ein Kleinkind, haben sich ebenso schreckliche Bilder ins Gedächtnis gebrannt. Ohne die Geschichte zu kennen, meint der 77-Jährige, könne man die Gegenwart nicht verstehen. Das Leid der Polen unter deutscher Besatzung ist auch für Enkelin Joanna kein Thema, das sich erledigt hat. Ein deutsches Mahnmal für die Opfer würde sie begrüßen.

Familienangehörige der Autorin aus drei Generationen stehen beispielhaft für die kollektive Erinnerung.

Von Marta Kupiec