Berliner Ensemble © Moritz Haase
Moritz Haase
Bild: Moritz Haase

- Glaube und Heimat der Christen

Der Gewinn hinter dem Türchen Nr. 2 ist nichts für schwache Nerven. Das Theaterstück "Glaube und Heimat", 1910 von Karl Schönherr verfasst, ist nun am Berliner Ensemble zu sehen. Es erzählt von einer autoritären Regierung, deren Bürger vor die Wahl gestellt werden, entweder ihre Glaubensfreiheit oder ihr Zuhause aufzugeben. Für eingefleischte Michael Thalheimer Fans in grandioser Besetzung ein Muss. 

Wer schon immer mal eine Premiere am Berliner Ensemble von Michael Thalheimer erleben wollte, bekommt nun eine Chance. Das Stück "Glaube und Heimat" handelt von der Vertreibung österreichischer Protestanten durch die Katholiken 1837. Familie Rott befindet sich in einer unmenschlichen Zerreißprobe: Großvater und Sohn leben ihren protestantischen Glauben im Verborgenen. Von heute auf morgen geht es um nichts weniger als um die existentielle Beziehung jedes Familienmitglieds zur Welt. Alle Lutheraner müssen ihrem Glauben abschwören oder die Heimat verlassen. Welche Bindung ist die (über-)lebenswichtigste: diejenige an Menschen, an Räume, an Dinge, an Werte oder Überzeugungen? Schönherrs Volkstück erinnert an die Gewalt, die Christen erfuhren – durch Christen mitten in Europa. Der Eintritt zur anschließenden Premierenfeier ist im Gewinn inbegriffen. 

Glaube und Heimat von Karl Schönherr

Donnerstag | 05.12.2019
Berliner Ensemble
Grosses Haus
 
Regie: MichaelThalheimer
Bühne/ Kostüm: Nehle Balkhausen
Musik: Bert Wrede
Licht: Ulrich Eh
Dramaturgie: Sibylle Baschung
 
Besetzung
 
Christoph Rott - Andreas Döhler
Rottin, seine Frau - Stepahnie Reinsberger
Alt-Rott, sein Vater - Josefin Platt
Der Spatz, sein Sohn - Laura Balzer
Peter Rott, sein Bruder - Jonathan Kempf
Sandperger zu Leithen - Martin Rentzsch 
Sandpergerin - Kathrin Wehlisch 
Englbauer von der Au - Tilo Nest
Mutter der Rottin - Barbara Schnitzler
Unteregger, Schwager der Rottin - Gerrit Jansen
Ein Reiter des Kaisers - Ingo Hülsmann
Bader, Schreiber - Veit Schubert
 

des Rätsels Lösung lautet ...

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