rbb Kulturgespräche mit Harald Welzer (© Gregor Baron), Jeanine Meerapfel, Jutta Allmendinger (© ), Inka Löwendorf (© Carsten Kampf), Jürgen Flimm (© Carsten Kampf), Ulrich Matthes (© Carsten Kampf), Ilija Trojanow (©), Bénedicte Savoy (© ) und Andreas Dresen (© ); Montage: rbbKultur
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Der rbb macht's - Die rbb Kulturgespräche

Was sind die gesellschaftspolitischen Folgen der Corona-Krise? Und welche Verantwortung kann hier die Kultur übernehmen?

Wir sprechen mit Mitgliedern der Akademie der Künste, Künstler*innen, Filmschaffenden, Schriftsteller*innen und Wissenschaftler*innen, die unter ganz eigenen Blickwinkeln Antworten finden.

Wir reden darüber, welches Potential die Kultur in der jetzigen Ausnahmesituation haben kann – schließlich erscheint nicht nur Literatur "systemrelevant". Und wir reden darüber, was sich jetzt ändern muss und wie es weitergehen kann.

rbb Kulturgespräche

Ferda Ataman; © Andreas Labes
Andreas Labes

Journalistin - Ferda Ataman: "So eine Unternehmenskultur ändert sich nicht von selbst."

Was sind die gesellschaftspolitischen Folgen der Corona-Krise? Und welche Verantwortung kann hier die Kultur übernehmen? In den rbb Kulturgesprächen rede wir darüber mit Mitgliedern der Akademie der Künste – heute mit Ferda Ataman, der Vorsitzenden des Vereins "Neue Deutsche Medienmacher", der sich für Diversität in den Medien einsetzt.

Regisseur Andreas Dresen (Bild: imago images/Manfred Thomas)
imago images/Manfred Thomas

Regisseur - Andreas Dresen: "Die Kunst ist ein Ventil, um soziale Spannungen rauszulassen."

Regisseur Andreas Dresen ist einer der erfolgreichsten deutschen Filmemacher (“Halbe Treppe“, “Sommer vorm Balkon“). “Gundermann“ wurde 2019 mit sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. In seinen Filmen zeichnet er meist ein Bild des Lebens der kleinen Leute. Im rbb Kulturgespräch spricht er mit uns über die Zukunft des Kinos, die Sehnsucht nach menschlicher Kommunikation und den ausgleichenden Charakter von Kunst.

Cornelius Meister © Gregor Baron
Gregor Baron

Dirigent - Cornelius Meister: "Online kann nie das Reale ersetzen"

Kein Publikum, keine Vorstellungen – der Opernbetrieb liegt lahm. Doch im Musiktheater entstehen derzeit neue Formate. So auch in Stuttgart. Welche Formate schafft der dortige Generalmusikdirektor Cornelius Meister? Wie geht es weiter mit dem Kulturleben in Zeiten von Corona? Darüber sprechen wir mit ihm auf rbbKultur.

Ilija Trojanow © picture alliance / Photoshot
picture alliance / Photoshot

Schriftsteller - Ilija Trojanow: "Aus einer Katastrophe heraus kann man völlig neu gestalten."

Mit dem Bestseller "Der Weltensammler" ist der deutsche Schriftsteller Ilija Trojanow auch international bekannt geworden. Trojanow selbst ist weit gereist, hat auf mehreren Kontinenten gelebt und dabei viel über die Welt gelernt. Wir sprechen mit ihm über notwendige Transformationen in unserer Gesellschaft, über Gemeinschaften, die diesen Wandel bereits erfolgreich gemeistert haben und über die große Chance, durch utopische Energien etwas völlig neues entstehen zu lassen.

Der Schauspieler Ulrich Matthes im kulturradio-Studio; Foto: Carsten Kampf
Carsten Kampf

Schauspieler - Ulrich Matthes: "Kultur darf kein Luxusgut werden."

Ulrich Matthes ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Schauspieler, Synchronsprecher und Theatermacher. Zudem ist er der Präsident der Deutschen Filmakademie. In unserer Reihe rbb Kulturgespräche spricht er darüber, ob Corona unser Konsumverhalten nachhaltig verändern wird, was es für ländliche Gegenden bedeutet, wenn Kinos die Corona-Krise nicht überleben und wie wesentlich die Kultur für das Wohl der ganzen Gesellschaft ist.

Harald Welzer © Gregor Baron
Gregor Baron

Sozialpsychologe - Harald Welzer: "Unser Wirtschaftswachstum ist eine zerstörerische Praxis."

Harald Welzer ist Soziologe, Sozialpsychologe, Buchautor und forscht schon lange zu Themen rund um Nachhaltigkeit. In unserer Reihe rbb Kulturgespräche sprechen wir mit ihm über die große Chance die in der Pandemie liegt, große Teile des wirtschaftlichen Lebens in nachhaltige Produktionen umzuwandeln, die Bedeutung des Begriffs Wachstum und den zivilisatorischen Fortschritt, dass man in der Krise den Schutz von Minderheiten über wirtschaftliche Schäden stellte.

Barrie Kosky © Doris Spiekermann-Klaas
imago / Doris Spiekermann-Klaas

Intendant der Komischen Oper Berlin - Barrie Kosky: "Es gibt Plan A, B und C."

Barry Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin, plant normalerweise die nächsten vier Jahre im Voraus und stellte vor Kurzem das neue Programm für die nächste Spielzeit per Video auf einer leeren Bühne vor. Er sprach mit uns über die Herausforderung in Zeiten von Corona einen bzw. mehrere Spielpläne zu erstellen, die Systemrelevanz von Kultur und die Zukunft unseres Planeten.

Jürgen Flimm, Intendant der Staatsoper Unter den Linden, im kulturradio-Studio; Foto: Carsten Kampf
Carsten Kampf

Schauspieler, Regisseur und Intendant - Jürgen Flimm: "Schlimm ist es für die freien Gruppen, die kein Geld mehr kriegen."

Jürgen Flimm steckte gerade in den Proben von "Gefährlichen Liebschaften" für das St. Pauli Theater, als der Shutdown entschieden wurde. Wie erlebt der frühere Schauspieler, Regisseur und Intendant u.a. der Staatsoper Unter den Linden die Corona-Krise? Was kann Kunst und Kultur in diesen Zeiten bieten und sind Streamings in seinen Augen eine gute Alternative zur echten Bühne?

Kathrin Röggla © Fredrik von Erichsen dpa/lrs
Fredrik von Erichsen dpa/lrs

Schriftstellerin - Kathrin Röggla: "Wir brauchen einen realen Raum."

Die Schriftstellerin Kathrin Röggla, seit 2015 Vizepräsidentin der Akademie der Künste Berlin, sprach mit uns zum heutigen Welttag des Buches im Kulturgespräch über die negativen und positiven Nebeneffekte der Krise, den Kontrast zwischen digitalem und realem Raum und die historische Chance einer nachhaltigen Veränderung der Gesellschaft.

Matthias Sauerbruch © dpa/Mirco Toniolo/ROPI
dpa/Mirco Toniolo/ROPI

Architekt - Matthias Sauerbruch: "Ein ungeheurer Schub."

Mit einem der wichtigsten Vertreter des nahhaltigen Bauens, dem Architekt Matthias Sauerbruch, vom Architektenbüro Sauerbruch Hutton, sprachen wir über die gesellschaftspolitischen Folgen der Corona-Krise, die Auswirkungen des neuen Arbeitens und über Zukunft oder Ende des Immobilienbooms.

Margarethe von Trotta; © dpa/Kai-Uwe Heinrich/Tagesspiegel
dpa/Kai-Uwe Heinrich/Tagesspiegel

Filmemacherin - Margarethe von Trotta: "Es gibt zu wenig europäische Solidarität"

Kurz bevor die Grenzen wegen Corona geschlossen wurden, holte ihr Sohn sie noch schnell von Paris nach München. Wir sprechen mit einer der ersten Filmemacherinnen des Landes und politisch engagierten Künstlerin, Margarethe von Trotta (“Rosenstraße“, “Hannah Arendt“), über die Folgen der Corona Krise für Europa, für unsere Gesellschaft und an welche weiblichen Vorbilder man sich halten kann.

Klaus Staeck im kulturradio-Studio; Foto: Carsten Kampf
Carsten Kampf

Grafikdesigner - Klaus Staeck: Die Normalität infrage stellen

Einer, der sich seit einem halben Jahrhundert immer wieder einmischt, ist Klaus Staeck, von 2006 bis 2015 Präsident der Berliner Akademie der Künste. Mit seinen satirischen Plakaten und Postkarten kommentiert er politisches Leben und Zeitgeschehen. In der Corona-Krise sieht Staeck die Kunst besonders gefordert.

Ingo Schulze zu Gast im kulturradio; Foto: Gregor Baron

Schriftsteller - Ingo Schulze: "So eine Krise macht manches deutlicher."

Die Corona-Krise hat den Berliner Schriftsteller Ingo Schulze kurz vor seiner geplanten Lesereise erwischt. Er musste sie absagen. Schulze wollte aus seinem Roman "Die rechtschaffenen Mörder" lesen, der in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Kurzerhand hat er sich in sein Wohnzimmer gesetzt und dort gelesen, von seiner Tochter gefilmt.

Jeanine Meerapfel © Gregor Baron
Gregor Baron

Präsidentin der Akademie der Künste - Jeanine Meerapfel: "Nachdenken, entstehen lassen. Das ist eine große Chance."

Schon im Jahr 2015, dem Jahr in dem Jeanine Meerapfel zur Präsidentin der Berliner Akademie der Künste gewählt wurde, hatte die deutsch-argentinische Filmregisseurin ihr Interesse für europäische Fragen betont. 2020 werde Europa das Schwerpunktthema der Akademie sein, sagte sie in einem Zeitungsinterview. 2020 ist das Jahr der Corona-Krise, und Meerapfel denkt jetzt besonders auch an Europa.

Der rbb macht's

Der rbb macht's; © rbbKultur
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Der rbb macht's - Kultur in Zeiten von Corona

Konzerte werden abgesagt, Theatervorstellungen verschoben und Ausstellungen geschlossen. Das ist Kultur in Zeiten von Corona. Deswegen bringt rbbKultur Ihnen den Konzertsaal ins Wohnzimmer und die Opernbühne in die Küche. Unser Kulturprogramm für Sie im Radio, im Fernsehen und Online.

Der rbb macht's

Kultur, ohne das Haus zu verlassen – DER RBB MACHT'S und füllt die Leerstellen im kulturellen und gesellschaftlichen Leben.

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