Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage © Sebastian Willnow/dpa
Sebastian Willnow/dpa

Diskriminierung von Menschen - Rassismus und rassistische Gewalt

Erfahrungen mit Rassismus und rassistischer Gewalt sind keine Ausnahme in Deutschland. Für zu viele gehören sie zum Alltag. Denn wenn Menschen durch Rassismus abgewertet werden, werden sie auch zur Zielscheibe von Gewalt. Auf rbbKultur schauen wir regelmäßig dahin, wo Rassismus und rassistische Gewalt entstehen. Und welche Folgen das hat.

Alain Missala Gründer von <<Black Dads Germany>> mit seiner Tochter. (Quelle: rbb/RBB Kultur - Das Magazin)
rbb/RBB Kultur - Das Magazin

Gespräch mit Andrew Fynecontry-de Bana, Mitbegründer der Initiative - Lesebuch-Club "Black Dads Readers"

Der Kinderschutzbund Berlin veranstaltet gemeinsam mit der Initiative "Black Dads Germany" einen monatlichen, offenen Lesebuch-Club unter dem Titel "BLACK DADS READERS" für Kinder aus dem Kiez um die Amsterdamer Straße, aber auch für alle anderen Interessierten in Berlin. Vornehmlich werden dabei PoC, BPoC oder Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung angesprochen. Die erste Veranstaltung findet am Sonntag statt, anlässlich des "Internationalen Tags gegen Rassismus". Wir sprechen dazu mit Andrew Fynecontry-de Bana, dem Mitbegründer der Initiative.

Pieke Biermann
radioeins/Krüger

Wer soll Amanda Gorman übersetzen? - Pieke Biermann zur Debatte, wer welche Autor*innen übersetzen darf

Kann eine weiße Übersetzerin das Gedicht einer afro-amerikanischen Lyrikerin authentisch genug in eine andere Sprache übertragen? Diese Frage wird in den Niederlanden heftig diskutiert. Sollten Texte schwarzer Autor*innen möglichst nur von Schwarzen übersetzt werden? Ein Gespräch mit der Übersetzerin Pieke Biermann - für ihre Übersetzung von "Oreo", dem Roman der afro-amerikanischen Schriftstellerin Fran Ross, wurde sie im vergangenen Jahr mit dem Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Protest von Eltern gegen die Nutzung der Bettina-von-Arnim Oberschule durch die AfD Berlin-Reinickendorf
imago stock&people/M.Czapski

Gespräch mit Serpil Unvar - Gegen strukturellen Rassismus in der Schule: die Bildungsinitiative Ferhat Unvar

Vor einem Jahr wurde Ferhat Unvar zusammen mit acht weiteren Menschen beim rassistischen Terroranschlag von Hanau ermordet. Ferhat Unvar muss ein begabter Schüler gewesen sein, hatte aber regelmäßig Streit mit Lehrer*innen. Seine Mutter hat eine Bildungsinitiative gegründet, um Kinder und Eltern zu unterstützen, die von Rassismus in der Schule betroffen sind.

Kameraleute und Fotografen machen Aufnahmen von einem Schild mit der Aufschrift "Angeklagte Zschäpe" © Peter Kneffel/dpa
Peter Kneffel/dpa

Die Debatte mit Natascha Freundel, Annette Ramelsberger und Olaf Sundermeyer - Vom NSU zur Neuen Rechten – Die Ausweitung der rechtsradikalen Kampfzone

Ab 19. Februar senden alle Kulturwellen der ARD das zwölfstündige Dokumentarhörspiel „Saal 101“, das auf den Mitschriften der ARD-Reporter beim NSU-Prozess basiert. Wir diskutieren über noch immer offene Fragen: Weshalb wurde die Verantwortung von Verfassungsschutz und Polizei im NSU-Prozess nicht aufgeklärt? Wie weit gehen die rechtsradikalen Netzwerke heute? Was unterscheidet die Neonazis des „NSU“ von den Neuen Rechten?

Schloss Sanssouci Neues Palais, @ Antenne Brandenburg / S.Oberwalleney
Antenne Brandenburg/ Stefan Oberwalleney

Restitution geraubter Kunst - Kolonialismus und Raubkunst

Das Humboldt Forum wird häufig kritisiert für seinen Umgang mit Ausstellungsstücken aus der Kolonialzeit. Auch in Brandenburg gibt es Orte und Beispiele, an denen die koloniale Vergangenheit nicht aufgearbeitet und die Herkunft von Gegenständen nicht geklärt wurde. Karsten Steinmetz ist anhand von Beispielen auf Spurensuche in Wusterhausen/Dosse und im Park Sanssouci gegangen.

Alois Ziegenfuss; Foto: Privat

Nominiert für den Prix Italia 2021 - Ein Totenschädel und kein Ende

Der Missionar Alois Ziegenfuß schickte 1913 einen Totenschädel aus Namibia an seine Familie nach Thüringen. Wahrscheinlich stammte der Schädel von den Herero oder Nama ab, die dem Völkermord durch die deutschen Siedler zum Opfer fielen. Alois Ziegenfuß' Großneffe, der pensionierte Studienrat Gerhard Ziegenfuß, kämpfte Jahrzehnte lang für die Restitution des Schädels.

Oury Jalloh © Wolfgang Kumm/dpa
Wolfgang Kumm/dpa

Chronik eines deutschen Skandals - Oury Jalloh und die Toten vom Polizeirevier Dessau

Dessau, 2005: Ein Asylbewerber aus Afrika verbrennt in Polizeigewahrsam. Der an Händen und Füßen Gefesselte habe sich selbst angezündet, behaupten die Beamten. 15 Jahre lang scheitert die Justiz daran, den Fall aufzuklären. Über ein Jahrzehnt hat Margot Overath den Fall verfolgt, ihre Recherchen führen sie in eine Gemengelage aus offenem Alltagsrassismus und gewaltbereitem Rechtsradikalismus. Werden Korpsgeist und falsch verstandene Loyalitäten in Strafverfolgungsbehörden zur Gefahr für den Rechtsstaat?

Uncle Ben's Reispackung im Supermarkt; © imago-images
imago-images

Alltagsrassismus in Deutschland - Farbe bekennen

Wer Rassismus erfährt, wird in seinem Selbstwertgefühl verletzt, sagt Expertin Nkechi Madubuko. Die Soziologin mit nigerianischen Wurzeln forscht seit vielen Jahren zu diesem Thema. Sie kämpft dafür, Alltagsrassismus sichtbar zu machen, offen über Diskriminierung und Mobbing zu sprechen. Wie erleben Schwarze Deutsche ihren Alltag? Wie können sie gestärkt werden? Was kann man tun, um sich für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft einzusetzen?

Warum gerade im Osten? - Rechts und radikal

Die Autoren blicken auf eine Zeit im Osten Deutschlands zurück, die ihre braunen Schatten bis heute wirft. Sie porträtieren drei Neonazis der Wendezeit, begleiten einen AfD-Politiker, fragen bei Historikern und Zeitzeugen nach den Ursachen.

Die Verlegerin Selma Wels © Nicolas Armer
dpa

Mehr Vielfalt im Literaturbetrieb - Das Festival "Wir sind hier"

Ist der Literaturbetrieb in Deutschland zu sehr ein Abbild der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft? Rund um den Jahrestag des rassistischen Terroranschlags von Hanau am 19. Februar übernehmen Autor*innen mit dem Festival "Wir sind hier" das Literaturhaus Frankfurt, um einem anderen deutschen Literaturbetrieb sichtbar zu machen. Ein Gespräch mit Co-Kuratorin Selma Wels.

Eva Lezzi; © Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk

Roman "Kalter Hund" - Eva Lezzi, Schriftstellerin

Kalter Hund: das kann ein süßes Gebäck sein - aber auch ein Mensch, der kaltblütig und rassistisch agiert. Während es der Kinder- und Jugendbuchautorin Eva Lezzi bisher immer um die Verständigung zwischen Kulturen und Religionen ging, schreibt sie in ihrem neuesten Buch "Kalter Hund" aus der Perspektive einer deutsch-türkischen Jugendlichen auf der Suche nach dem Leben und der Liebe. Die 15-jährige Gülay verliebt sich in einen Mann, der sie erst rettet, sich dann aber als Freund von Rechtsextremen entpuppt.

DiAngelo Wir muessen ueber Rassismus sprechen © Hoffmann und Campe
Hoffmann und Campe Verlag

New York Times-Bestseller - Robin DiAngelo: "Wir müssen über Rassismus sprechen: Was es bedeutet, in unserer Gesellschaft weiß zu sein"

Es ist wohl das aktuell meistverkaufte Buch zum Thema Rassismus: der New-York-Times-Bestseller "White Fragility". Die US-Soziologin und Rassismus-Forscherin Robin J. DiAngelo beschäftigt sich darin mit der von ihr so benannten "Weißen Fragilität" und zeigt auf, wie rassistisches Denken endlich aus unserer Gesellschaft verschwinden kann.

Rassismus hat zu viele Gesichter / © Stefan Boness, www.imago-images.de, Tim Wagner
alle: www.imago-images.de

15.02.2021 | Kultur Digital - Rassismus hat zu viele Gesichter

In dieser Ausgabe geht es viel um rassistische Gewalt. Denn in dieser Woche jährt sich der Terroranschlag von Hanau. Und wir übertragen ein Doku-Hörspiel über den NSU-Prozess. Aber es gibt auch ein paar Lichtblicke.

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Ab 19. Februar

Saal 101 © dpa | Montage: BR Nadja Dall' Armi
dpa | Montage: BR Nadja Dall' Armi

Hörspiel - Saal 101 – Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess in 24 Teilen

6. Mai 2013, Oberlandesgericht München: Im Saal A 101 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte. Es ist das größte Rechtsterrorismusverfahren der deutschen Geschichte. Zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle wurden vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) um Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos verübt. Das Dokumentarhörspiel verdichtet 6000 Seiten Protokolle und Notizen der ARD-Gerichtsreporter zu einem einzigartigen Stück Zeitgeschichte und liefert tiefe Einblicke in deutsche Abgründe.

Thema

Tamika Mallory, 2018 © Cheriss May/NurPhoto/dpa
Cheriss May/NurPhoto/dpa

Februar 2021 - Black History Month

Mit dem "Black History Month" feiern Schwarze Menschen im Februar weltweit ihre Geschichte und Kultur. Entstanden ist die Initiative in den USA und Kanada. Aber auch in Deutschland werden mit verschiedenen Veranstaltungen afrodeutsche Geschichte und Persönlichkeiten gefeiert, und es wird auf Rassismus aufmerksam gemacht. Auch wir auf rbbKultur schauen im Februar verstärkt auf Schwarze Geschichte und Menschen.

 

Podcast

Wer hat Burak erschossen? © rbbKultur
rbbKultur

Der ungelöste Mordfall von Berlin-Neukölln - Wer hat Burak erschossen?

In Berlin-Neukölln steht der 22-jährige Burak Bektaş mit vier Freunden vor einem Wohnhaus. Es ist eine Nacht im April 2012. Die jungen Männer unterhalten sich, lachen, trinken Wodka Energy, als plötzlich ein älterer Mann auftaucht und auf sie schießt. Alex und Jamal werden schwer verletzt, Burak stirbt. Der Täter bleibt unerkannt, die Hintergründe bis heute rätselhaft, die polizeilichen Ermittlungen ohne jedes Ergebnis. Philip Meinhold recherchiert diesen Fall seit sechs Jahren und findet mehr als nur den Hinweis auf einen möglichen Täter.

Logo Nenn mich nicht radioeins rbb Kultur (Bild: rbb)
rbb

Eine Social-Media-Aktion von radioeins und rbbKultur - "nenn mich nicht": Gegen ausgrenzendes Sprechen

Menschen als Menschen und damit als gleich anzusehen - das ist zwar ein demokratisches Postulat, aber nicht gesellschaftliche Realität. Diese Erfahrung machen diejenigen, die durch ihr Äußeres "anders" erscheinen, immer wieder: Als 'Fidschi', 'Mulatte' oder 'Quotenschwarze' angesprochen zu werden, ist beleidigend. Die neue Social-Video-Reihe "Nenn mich nicht" von radioeins und rbbKultur will für Rassismus in der Sprache sensibilisieren.