1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland; © rbbKultur
rbbKultur

Im Hier und Jetzt - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 wurde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin zum ersten mal die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland erwähnt. Das Dokument legt fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, also der Stadtverwaltung, bekleiden dürfen. Es gilt als ältester Beleg jüdischen Lebens in Europa nördlich der Alpen.

Das alles spielt zwar in Köln, ist aber für ganz Deutschland der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Bundesweit finden zahlreichen Veranstaltungen statt, Höhepunkt soll im Herbst das größte Laubhüttenfest der Welt "Sukkot XXL" vom 20. bis zum 27. September sein.

Der Zweite Gedanke

Musik

Jascha Nemtsov; © Rut Sigurdardóttir
Rut Sigurdardóttir

Kirsten Dietrich im Gespräch mit dem Pianisten Jascha Nemtsov - Musik als Konstante

Mit 30 musste sich Jascha Nemtsov als Musiker noch einmal neu erfinden. Vorher lebte der Sohn einer jüdischen Familie in Russland. Der Vater war als Gefangener im sibirischen Straflager gewesen. Sohn Jascha war zwar als Pianist ausgebildet, konnte aber von einer Karriere als Solist nur träumen. 1992 wandert die Familie nach Deutschland aus. Seitdem widmet Jascha Nemtsov sein Leben ganz der Musik. Neuanfänge und Konstanten – auch das gehört zu "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

Essen

Hamantaschen; © rbbKultur
rbbKultur
2 min

"Vom Herzen in die Hände" - Hamantaschen zum Purimfest

Challah Prince bäckt Hamantaschen – traditionelles Gebäck zum jüdischen Freudenfest Purim

Religion

10. Ordination des Abraham Geiger Kollegs: Am 10. September 2020 wurden in der Synagoge Rykestraße zu Berlin vier Rabbinerinnen und Rabbiner (Jasmin Andriani, Anita Kantor, Isak Aasvestad, David Maxa) ordiniert und ein Kantor (Yuval Hed) in das geistliche Amt eingeführt; © Tobias Barniske
Tobias Barniske

Generationenwechsel in der Synagoge - Schalom, Frau Rabbinerin!

Als Jasmin Andriani im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal von Rabbinerinnen hörte, dachte sie: unmöglich! Gut 20 Jahre später weiß sie: Weibliche Geistliche gibt es auch im Judentum – und sie hat diesen Weg selbst beschritten. Vor welchen Herausforderungen stehen die Frauen? Was reizt sie an diesem Beruf?

Vorschau

Adolf Eichmann, am ersten Prozesstag vor dem Bezirksgericht, Jerusalem 1961; © dpa/archive/ef
dpa/archive/ef

Zum 60. Jahrestag des Prozessbeginns - Adolf Eichmann: Ein Hörprozess

Dieses Bild ging um die Welt: Adolf Eichmann, Organisator der Deportationen zur Vernichtung der europäischen Juden während der NS-Zeit, sitzt in einer gläsernen Kabine und hört über Kopfhörer die Simultanübersetzung der Anklage durch das Jerusalemer Bezirksgericht. Zeuginnen und Zeugen aus den Ghettos und aus den Todes- und Arbeitslagern berichten vom Alltag der Verfolgung und Vernichtung. Eine neue, nunmehr ausgesprochene Erzählung der Shoa brach sich Bahn. Das dokumentarische Hörspiel erzählt die Geschichte dieses Prozesses – aus Sicht der Radiomacher beim damaligen öffentlich-rechtlichen israelischen Rundfunk "Kol Israel".

Auschwitz und ich © rbb
rbb

Eine Geschichte des Überlebens - Auschwitz und Ich

Am 27. Januar 2020 ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Weil immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus erster Hand berichten können, ändert sich die Gedenkkultur. Eine wichtige Stellung hat dabei neben der historischen Forschung die Kunst. Die Webseite "Auschwitz und Ich" nimmt die Bilder des Auschwitz-Überlebenden David Olère zum Ausgangspunkt, um zu fragen "Was kann jede*r Einzelne tun?" - damit die Opfer in Erinnerung bleiben und sich die Geschichte nicht wiederholt.

Einfahrtschranke Auschwitz - picture alliance/Franck Dubray/MAXPPP/dpa
picture alliance/Franck Dubray/MAXPPP/dpa

Auschwitz und Ich - Was kann jede*r Einzelne tun?

Was kann jede*r Einzelne tun, dass sich die Shoah niemals wiederholt? Diese Frage haben wir allen Gesprächspartnern, Zeitzeugen, Künstlern, Politikern, Jugendlichen und Mitarbeitern der Gedenkstätten gestellt. 

Im Netz

In der ARD