Solistenensemble Kaleidoskop © Sonja Müller
Bild: Sonja Müller

Haus des Rundfunks - Solistenensemble Kaleidoskop

Zygmunt Krauze: Aus aller Welt Stammende

Lichthof im Haus des Rundfunks © Hannah Lippmann/Bearbeitung Volker-Hormann
Bild: Hannah Lippmann/Bearbeitung Volker-Hormann

Schicht um Schicht, Etage um Etage erfüllt das Solistenensemble Kaleidoskop bei rbbKultur Kunst im Bau das Haus des Rundfunks am Sonntag, 12. September 2021 mit Musik. Seit seiner Gründung 2006 sucht Kaleidoskop nach neuen und innovativen Formen eines komponierten Theaters und schafft einzigartige performative Konzert-Erfahrungen. Für diese Vorstellungen widmet sich Kaleidoskop einem besonders außergewöhnlichen und selten gespielten Werk des 20. Jahrhunderts: Die Komposition "Aus aller Welt Stammende" vom polnisches Komponisten Zygmunt Krauze ist ein kanonisches, atmosphärisches Stück für 10 Streicher:innen.

Die ikonographische Architektur des Hauses des Rundfunks wird von Kaleidoskop mit einer besonders räumlichen Inszenierung von Krauzes Stück zum Klingen gebracht. Die Musiker*innen werden auf allen Etagen des Treppenhauses die Klangverschiebungen dieser kaleidoskophaften Komposition ganz räumlich erlebbar machen. Gemeinsam mit dem Choreografen Juan Corres Benito erarbeitet Kaleidoskop eine Musikperformance, bei der mit Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit gespielt wird. Die Musiker*innen treten hervor und werden in anderen Momenten im Treppenhaus verschwinden, sodass nur noch ihr Nachhall bleibt.

Kaleidoskop wird in diesem Programm kurze Solo-Stücke aus unterschiedlichen Epochen und Stilen als Interventionen mit dem Ensemblestück "Aus aller Welt Stammende" von Krauze in Beziehung setzen.

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Solistenensemble Kaleidoskop © rbbKultur
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Solistenensemble Kaleidoskop

Seit seiner Gründung 2006 sucht das Solistenensemble Kaleidoskop nach neuen und innovativen Formen eines komponierten Theaters, nach Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Miteinanders mit den zur Verfügung stehenden künstlerischen Mitteln. Die Mitglieder des Ensembles haben sich in den letzten Jahren durch ihre Musiktheater-Produktionen von Instrumentalist:innen zu musikalischen Performer:innen entwickelt. Hat sich das Solistenensemble Kaleidoskop in seinen eigenen Produktionen vor allem mit der Inszenierung eines musikalischen Materials, sozusagen einer Körper- und Raumwerdung der Musik beschäftigt, rückt der Fokus in den letzten Jahren immer mehr auf den tatsächlichen Körper. Der Körper als Austragungsort, Zeuge, Erzeuger und Medium; ein Körper, in dem sich die langjährige Praxis als Musikmachende eingeschrieben hat.

In Berlin arbeitet Kaleidoskop eng mit dem Radialsystem Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Holland Festival, operadhoy Madrid, Wiener Festwochen, Wien Modern, Ruhrtriennale, dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, den Donaueschinger Musiktagen und dem Klarafestival in Belgien. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, de Singel Antwerpen, Hellerau oder Kampnagel Hamburg.

Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Kaleidoskop mit Künstler:innen wie Sasha Waltz, Laurent Chétouane, Susanne Kennedy, Milla Koistinen, dem Theaterkollektiv FC Bergman und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet. In der kommenden Saison sind Kollaborationen mit Pol Pi, Ben J. Riepe und Isabel Lewis geplant.

www.kaleidoskopmusik.de

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