Berlinerinnen

Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend - Berühmte Berlinerinnen

Berlin wäre ohne Frauen nie zu dem geworden, was es heute ist: innovativ, kreativ, weltoffen und sehr politisch. Ohne sie gäbe es keinen Bären auf der Berlinale, denn die Skulptur stammt von einer Frau. Der Zoo hätte nach dem 2. Weltkrieg nie durchstarten können, wenn es nicht diese erste Direktorin gegeben hätte, die den Bären ein neues Dach über dem Kopf verschaffte. Die erste Fliegerin über den Dächern der Stadt? War natürlich auch eine Berlinerin. Die Namen von Katharina Heinroth, Renée Sintenis oder Melli Beese fehlen im kulturellen Gedächtnis der Stadt, dabei sind sie keineswegs Geschichte, sondern beeindruckende Role Models für junge Frauen heute.

Starke Stimmen

Brigitte Mira, 1996; © imago-images/teutopress
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Brigitte Mira

Geboren wurde sie in Hamburg, aufgewachsen ist sie in Düsseldorf. Aber dann wurde sie zu einer der Berlinerinnen mit Legendenstatus: Brigitte Mira. Nach dem Wunsch ihres Vaters sollte sie Musikpädagogin werden, aber sie hat sich durchgesetzt und das gemacht, wofür sie bis heute bekannt und unvergessen ist. Sie wurde Film- und Fernseh-Sschauspielerin in Serien wie "Drei Damen vom Grill" oder in den Fassbinder-Filmen "Angst essen Seele auf" und "Berlin Alexanderplatz". Aber sie hatte auch Erfolge als Kabarettistin und Sängerin mit großem musikalischen Talent.

Claire Waldoff, undatiert; © dpa
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Claire Waldoff

Sie hieß eigentlich Clara Wortmann und wie viele typische Berlinerinnen wurde sie nicht in dieser Stadt geboren, sondern in Düsseldorf. Und zur Schule gegangen ist sie in Hannover. Eigentlich wollte sie Ärtzin werden, konnte sich das aber nicht leisten. Und so studierte sie Schauspiel. Und nahm ihren Künstlernamen Claire Waldoff an, unter dem sie berühmt werden sollte. Mit Anfang 20 kam sie dann endlich nach Berlin und arbeitete hier als Schauspielerin und Kabarettistin. Diese Kabarett-Chansons machten sie dann auch schlagartig bekannt. Lieder wie "Hermann heeßt er", "Wer schmeißt denn da mit Lehm" oder "Raus mit den Männern aus dem Reichstag".

Mehr Clevere Berlinerinnen in Bild und Ton

Melli Beese © Bernd Oertwig/SCHROEWIG/dpa
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Melli Beese

13. September 1886 bei Dresden - 21. Dezember 1925 in Berlin

Gisèle Freund

19. Dezember 1908 in Berlin-Schöneberg – 31. März 2000 in Paris

Anne Klein mit Freundin Barbara Bienek © SCHROEWIG/Eva Oertwig/dpa
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- Anne Klein

2. März 1950 in Körprich - 23. April 2011 in Berlin

Hanna Renate Laurien © dpa/Kalaene Jens/Zentralbild
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Hanna-Renate Laurien

    15. April 1928 in Danzig - 12. März 2010 in Berlin
       
Lise Meitner © akg-images/dpa
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Lise Meitner

7. November 1878 in Wien - 27. Oktober 1968 in Cambridge

Renee Sintenis © akg-images/dpa
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- Renée Sintenis

20. März 1888 in Glatz - 22. April 1965 in Berlin

Hildegard Knef © Everett Collection/dpa
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- Hildegard Knef

28. Dezember 1925 in Ulm - 1. Februar 2002 in Berlin

Jeanne Mammen © Bernd von Jutrczenka/dpa
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Jeanne Mammen

    21. November 1890 in Berlin - 22. April 1976 inBerlin
       

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Susanne Kerckhoff: Berliner Briefe © Verlag Das Kulturelle Gedächtnis
Verlag Das Kulturelle Gedächtnis

Zum (Wieder-)Lesen empfohlen - Susanne Kerckhoff: "Berliner Briefe"

1948 erschien Susanne Kerckhoffs halbfiktiver Briefroman "Berliner Briefe". In dreizehn Briefen richtet sich eine Helene, die im zerstörten Berlin lebt, nach Kriegsende an ihren nach Paris emigrierten jüdischen Jugendfreund Hans. Die "Berliner Briefe" sind in diesem Jahr neu erschienen.
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