Panzerotto - Italian Easy Food
Bild: Panzerotto - Italian Easy Food

Restaurantkritik - Panzerotto - Italian easy food

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Street Food heißt im Berliner Alltag meistens Döner, Falafel, Currywurst, Pommes und Pizza. Seit einiger Zeit sind ‚Panzerotti‘ dazu gekommen, goldgelb frittierte Teigtaschen aus Süd-Italien, die ein winziger Laden am Berliner Stuttgarter Platz in sehr guter Qualität anbietet.

Früher war es üblich, wenn immer Brotreste übrig blieben, diese mit Tomaten, Käse oder anderen Zutaten zu füllen. So sind viele ähnliche Spezialitäten entstanden, die überall zu finden sind, mit verschiedenen Formen und Namen.

"Calzoni" werden zum Beispiel im Ofen gebacken, klingen daher leichter als die schwimmend in Öl frittierten Cousins "Panzerotti". Viele andere Snacks, wie Falafel, Fish'n'chips oder Pommes werden aber ebenso in Öl frittiert, werden dennoch gerne gegessen.

Auffällig an diesem kleinen Laden ist, dass es dort gar nicht nach Frittenbude riecht, obwohl so gut wie alles dort frittiert wird. Offensichtlich ist das Bratöl nicht zigmal recycelt, oder es wird fachkundig frittiert, mit der richtigen Temperatur und einer guten Abzugsanlage.
Alls wird frisch gemacht: Was in der Vitrine liegt ist nur zum Anschauen.

Schmackhaft, aber nicht schwer

Panzerotti gibt es in vielen Varianten: die Klassischen, mit Tomatensauce und Mozzarella, oder mit Kochschinken und Mozzarella, mit Auberginencreme mit Mozzarella und Kirschtomaten, oder auch mit Ricotta und Spinat, Ricotta, Zucchini und Minze, usw. Sie schmecken tatsächlich wie in Italien: nicht zu üppig gefüllt und überwürzt, wie es oft hierzulande bei Pizza&Co. üblich ist, und gar nicht ölig und schwer. Der Inhaber, ein freundlicher junger Mann aus Apulien, erklärt der Kundschaft gerne und im Detail, was es alles gibt und wie es gemacht wird.

Zum Angebot gehören andere Spezialitäten, die Bars oder sog. Rosticcerie in Italien für den kleinen Hunger anbieten. Arancini, zum Beispiel, sind gefüllte und frittierte Risotto-Kugeln; Mozzarella in Carrozza ist Italiens herzhafte Pendant zu den Armen Rittern: Zwei Weißbrotscheiben, mit Büffel-Mozzarella dazwischen, in Ei-Milch-Mischung getunkt, dann auch kross frittiert.

Das einzige, das nicht frittiert wird, ist Focaccia, die luftige, dickere Pizza aus dem Süden mit Tomaten-Oliven-Belag.

Köstlichkeiten für Ab-und-Zu

Panzerotti gibt es übrigens auch süß: Mit Zitronencreme, z.B., oder mit Nutella  - eine Unsitte, letztere, die tatsächlich aus Italien importiert ist. Als Begleitung zum sehr guten Espresso eignen sich viel mehr die kleinen, delikaten – auch frittierten - Krapfen, die mit Puddingcreme gefüllt sind. Solch einen Mittagstisch kann man sich natürlich nicht jeden Tag antun: Schließlich sind diese deep-fried-Spezialitäten nicht ganz leicht. Aber sie bieten sich als eine willkommene Abwechslung in einer Gegend, direkt an der U- und S-Bahn Wilmersdorfer Straße, in der es für eine kurze, aber angenehme Pause nicht allzu viel Orte gibt.

Elisabetta Gaddoni, kulturradio  

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