Weck die Heimat @ Herz und Niere
Bild: Herz und Niere Restaurant

Gehobenes "Take away" - Welche guten Restaurants liefern ihr Essen nach Hause?

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"Kochen für Helden" heißt eine Initiative von "Tulus Lotrek"-Chefkoch Max Strohe, der sich inzwischen mehrere renommierte Restaurants der Stadt angeschlossen haben, darunter das "Cordo", "Herz & Niere" sowie das "Horvath".

Mit Helden sind die Mitarbeiter von Krankenhäusern gemeint und für sie gibt es täglich frisch geschmiedete Eintöpfe wie Gulasch-, Erbsen-, Linsen- oder Kartoffelsuppe, allesamt hergestellt unter Beachtung der gerade geltenden Krisenstandards und natürlich mit dem Know-how von Spitzenköchen. Zahlreiche Sponsoren stellen dafür Grundstoffe zur Verfügung.

Herz & Niere

"Herz & Niere" bietet zudem unter dem Titel "Weck die Heimat" Ein-Personen-Einmachgläser (370 ml 6,90 Euro plus 2 Euro Pfand) für zu Hause an, die mit Hühnerfrikassee, Gulasch, Rinderroulade und Tafelspitz gefüllt sind. Bemerkenswert ist die hohe Qualität der Bio-Zutaten und eine Kochleistung, die Traditionsgerichten ihre Authentizität zurückgibt. Erhältlich samstags von 11 bis 13 Uhr im Restaurant "Herz & Niere", Fichtestraße 31 sowie von Dienstag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr im Delikatessgeschäft "Vom Einfachen das Gute", Invalidenstraße 155.

 

Kochu Karu Take away
Bild: Kochu Karu

Kochu Karo

Bini Lee und ihr Partner José Miranda Morillo haben Gerichte ihres Ausnahmerestaurants "Kochu Karu" (Eberswalder Straße 35, Tel.: 030-80938191) für Abholer abgewandelt. Dabei kam auch die häusliche Küche zum Zuge, so dass der Interessierte sich bei dieser Gelegenheit auch ein Bild davon machen kann, wie ein ambitionierter Koch in den eigenen vier Wänden zu Werke geht.

Gemeinsam ist den Speisen aus dieser koreanisch-spanischen Fusionsküche, dass man Intelligenz schmecken kann. Sehr zu empfehlen sind "Albondigas", spanische Hackbällchen in Tomaten-Sherry-Jus und Wildblumenkohl, das eher mild angelegte Schmorhuhn mit Kartoffel, Shiitake-Pilzen Kartoffeln und Möhren sowie Reis und Chips und "Bulgogi", ein zum Burger umgewandeltes Barbecue vom Duroc-Schwein in hausgebackenen Brioche-Buns.

Ein besonderes Highlight dürfte "Miyeok" sein, ein Salat aus drei Algensorten, grünem Apfel, Kohlrabisträhnen und Wasabi-Dressing, der in Zusammenarbeit mit der Buddhistischen Tempelköchin Jeong Kwan entstanden ist. Beim Verzehr könnte man sich auch die Netflix Dokumentation zur Arbeit der Zen-Nonne ansehen (Chef's Table Season 3).

Die Gerichte können spätestens eine Stunde vor der gewünschten Abholungszeit per Telefon oder auf der Website bestellt werden. Bei Bestellung zur Lieferung, die in beschränktem Umfang ab einem Bestellwert von 90 Euro möglich ist, sollte man spätestens einen Tag vorher Bescheid geben.

Thomas Platt, rbbKultur

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Take Away © imago images / Sabine Gudath
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