Kulturradio Rezensionen Geschmacksache

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I see faces: Kiwi-Gruselgesicht; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Mit frisch-säuerlicher Note passende Begleitung für Salat, Fisch & Co. - Kiwi - ehemaliger Exot im Obstregal

Als Kiwifrüchte in den 70ern und 80ern in den Handel kamen, war die Begeisterung groß. Selbst wenn das Wort "Superfood" noch nicht geläufig war, schwärmten Gesundheitsbewusste für die erfrischende, vitaminreiche Frucht. Ihr ungewöhnliches Aroma und eigenartiges Aussehen faszinierten für eine Weile sogar die Sterneküche. Doch heute hat die ehemalige Luxusfrucht viel von ihrer Exotik eingebüßt.

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Shinroku Shimokawa: Man kann keine Steine essen © Prima.Publikationen
Prima.Publikationen

Kochbuch des japanischen Künstlers Shinroku Shimokawa - "Man kann keine Steine essen": Ein Bildhauer am Herd

"Man kann keine Steine essen" heißt das Kochbuch des japanischen Bildhauers Shinroku Shimokawa. Seit zehn Jahren in Stuttgart zu Hause, reflektiert der Autor die Wiederentdeckung der Küche seiner Eltern in der neuen Heimat und das Verhältnis zwischen Kunst und Kochen. Das schlicht aber elegant gestaltete Kochbuch wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten deutschen Bücher des Jahres 2021 ausgezeichnet.

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Restaurant BRIKZ © Sabine Panzer / BRIKZ
Sabine Panzer / BRIKZ

Alles andere als herkömmliche Genussvorstellungen - "BRIKZ" - gehobene moderne Küche in Charlottenburg

In dem kleinen Restaurant "BRIKZ" im Umkreis des Charlottenburger Savignyplatzes begegnen Gäste einem eigentümlichen Konzept. Chefkoch und Inhaber Arne Anker stellt mit seinen Vorstellungen von moderner Küche herkömmliche Genussvorstellungen infrage. Bis auf den Hauptgang, der mit Entrecôte vom Kalb in dunklem Jus, sibirischem Kohl und Aubergine eher konventionell ausfällt, sind die Gänge in Zimmertemperatur gehalten und werden maßgeblich von gepickeltem sowie mehr oder minder rohem Gemüse beeinflusst.

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Zander gebraten; © dpa/Irina Burakova
dpa/Irina Burakova

Kandidat für die nachhaltige, stadtnahe Aquakultur der Zukunft - Zander – ein Süßwasserfisch für hohe Ansprüche

Süßwasserfische sind oft weniger beliebt als ihre Artgenossen, die im Meer leben. Der Zander bildet aber eine Ausnahme: sein Fleisch ist schneeweiß und grätenarm, beinah fettfrei und dennoch aromatisch, fest und trotzdem weich. Sein milder Geschmack passt besonders gut zu herbstlichen Delikatessen wie Kürbis und Steinpilzen. Zander aus Flüssen und Binnenseen wird in Deutschland immer seltener: Restaurants und Geschäfte beziehen ihn meist aus Osteuropa. In nachhaltiger Aquakultur gezüchtet könnte er allerdings eine gute Alternative zu anderen edlen Fischsorten werden, deren Bestände durch Überfischung bedroht sind.

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