Alina Bronsky, deutsche Schriftstellerin, Berlin-Schöneberg 2015; © Julia Zimmermann
Julia Zimmermann
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Das literarische Gespräch - "Der Zopf meiner Großmutter"

Die Autorin Alina Bronsky im Gespräch mit Anne-Dore Krohn

Mit ihrem Debut "Scherbenpark" über ein Mädchen aus einer russischen Spätaussiedlerfamilie hatte Alina Bronsky 2008 großen Erfolg, es gab eine Theaterfassung und einen Kinofilm. Seither hat sie viele weitere Bücher geschrieben, die oft um russische Einwanderer in Deutschland kreisen.

In ihrem neuen Roman "Der Zopf meiner Großmutter" erzählt Alina Bronsky von einem Jungen, der mit seinen Großeltern nach Deutschland kommt. Die Großmutter ist eine Tyrannin: übergriffig, unzufrieden und zwanghaft. Weder der Großvater noch der Enkel können sich gegen sie durchsetzen, doch eines Tages bricht der Großvater aus: Er verliebt sich. Während er sich eine Zweitfamilie aufbaut, ist die Großmutter die Einzige, die nichts davon mitbekommt. Als sie es doch irgendwann begreift, reagiert sie allerdings anders als man erwarten würde.

Eine herrlich satirische, bissige, politisch unkorrekte Geschichte - über Patchwork und Familie, Emanzipation, Herkunft, Ankunft und der Suche nach dem Glück.

Im Literarischen Gespräch spricht Alina Bronsky u.a. über ihren Umgang mit der eigenen Geschichte, die starken Großmütter in ihren Romanen und der Freude am politisch Unkorrekten.