Stephan Mösch (Hrsg.): Weil jede Note zählt © Bärenreiter Verlag
Bärenreiter Verlag
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Gespräche und Essays - Stephan Mösch (Hrsg.): "Weil jede Note zählt. Mozart interpretieren"

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Bücher über Wolfgang Amadeus Mozart gibt es längst wie Sand am Meer. Hier wird aber jetzt ein sehr erfolgreicher Versuch unternommen, die Entwicklung der Interpretation von Mozarts Musik aktuell zu beleuchten.

Wie ist der Stand der Aufführungspraxis bei Mozart? Wie hat sich der Umgang mit Mozarts Opern im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert? Wie sind die wichtigsten Mozart-Dirigenten von Richard Strauss bis zu Teodor Currentzis mit seiner Musik umgegangen bzw. tun dies bis heute? Hervorragende Fachartikel mit hohem wissenschaftlichen Anspruch, aber auch pointiert formuliert. Beispiel: "Mozarts Werke gehören wiederbelebt, nicht bestattet." (Robert Levin)

Herzstück des Buches sind Interviews mit wichtigen Mozart-Interpretinnen und -Interpreten von dem Pianisten Alfred Brendel bis zur Bratscherin Tabea Zimmermann. Höhepunkt ist das Gespräch mit dem Bariton Christian Gerhaher – geradezu beglückend, wie differenziert und klug er Stereotypen entlarvt und widerlegt.

Andreas Göbel, rbbKultur

Weitere Rezensionen

Lorenza Foschini: Und der Wind weht durch unsere Seelen © Nagel & Kimche
Nagel & Kimche

Eine Geschichte von Liebe und Freundschaft - Lorenza Foschini: "Und der Wind weht durch unsere Seelen. Marcel Proust und Reynaldo Hahn"

Marcel Proust und Reynaldo Hahn. Der eine ist mit seinem Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" längst einer der wichtigsten Schriftsteller überhaupt, der andere heute nahezu vergessen, abgesehen vielleicht von einigen wenigen Liedern. Beide verband eine lebenslange Liebe und Freundschaft, der sich Lorenza Foschini in zahllosen Rückblenden und Schlaglichtern annimmt.

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Richard David Precht: "Von der Pflicht" © Random House
Random House

Eine Betrachtung - Richard David Precht: "Von der Pflicht"

Hat ein Autor die Pflicht, in einer Publikation, die den Namen "Von der Pflicht" trägt, beim Thema zu bleiben? Muss er, wenn das Titelbild des Buches einen Mund-Nasen-Schutz zeigt, vor allem über Pflichten in Zeiten von Corona schreiben? Nein, natürlich nicht! Hätte es dafür eines weiteren Beweises bedurft, Richard David Precht liefert ihn.

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Elif Shafak: Hört einander zu!; Montage: rbbKultur
Kein & Aber

Plädoyer für gegenseitiges Verständnis - Elif Shafak: "Hört einander zu!"

Elif Shafak gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihre preisgekrönten Romane, darunter "Die vierzig Geheimnisse der Liebe" und "Der Bastard von Istanbul", schreibt sie auf Türkisch und Englisch. Mit "Unerhörte Stimmen" stand sie auf der Shortlist zum "Man Booker Prize". Jetzt hat Elif Shafak einen Essay verfasst, mit dem sie Pandemie und Populismus trotzen und uns den Weg aus der gegenwärtigen Krise weisen möchte: "Hört einander zu!"

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