Kulturradio Rezensionen Buch

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Martin Mosebach: Krass; Montage: rbbKultur
Rowohlt

Roman - Martin Mosebach: "Krass"

Krass, so der sprechende Name des Titelhelden in Martin Mosebachs neuem Roman, ist ein Mann von "raumgreifender Körperlichkeit". Seine Massigkeit hat etwas mit Macht zu tun. Andere Menschen zieht er mit seiner puren Präsenz in seinen Bann. Krass ist das Zentrum einer kleinen Reisegesellschaft, die sich im Jahr 1988 in Neapel befindet.

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Harald Martenstein: Wut © Ullstein
Ullstein

Roman - Harald Martenstein: "Wut"

Maria, die Mutter, ist klug, attraktiv und redegewandt. Doch ihr markantestes Merkmal ist ein anderes. Sie schlägt ihren Sohn Frank, "bis ihr die Arme müde werden." Immer und immer wieder, ohne einen Grund, den der Junge erkennen könnte. Als er sich einmal unter dem Bett versteckt, schreit sie: "Komm raus, Drecksau, verkriech dich nicht, du Stück Scheiße." Der Satz steht auf der ersten Seite des ersten Kapitels von "Wut" und wirft vor allem zwei Fragen auf: Wie wird man zu einem Menschen wie Maria? Und was wird aus einem Jungen wie Frank?

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