Kulturradio Rezensionen Buch

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John Wray: "Madrigal" © Rowohlt
Rowohlt

Erzählungen - John Wray: "Madrigal"

John Wray, 1971 in Washington D.C. geboren, hat einen amerikanischen Vater und eine österreichische Mutter. Das ist nicht ganz unwichtig bei diesem Autor. In den USA aufgewachsen, hatte er doch immer auch Beziehungen zum Herkunftsland seiner Mutter und zur deutschen Sprache, die er mit österreichischem Akzent spricht. Mit seinem Buch "Madrigal" legt Wray zum ersten Mal acht Erzählungen vor, die er auf Deutsch geschrieben hat.

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Richard David Precht: "Von der Pflicht" © Random House
Random House

Eine Betrachtung - Richard David Precht: "Von der Pflicht"

Hat ein Autor die Pflicht, in einer Publikation, die den Namen "Von der Pflicht" trägt, beim Thema zu bleiben? Muss er, wenn das Titelbild des Buches einen Mund-Nasen-Schutz zeigt, vor allem über Pflichten in Zeiten von Corona schreiben? Nein, natürlich nicht! Hätte es dafür eines weiteren Beweises bedurft, Richard David Precht liefert ihn.

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Elif Shafak: Hört einander zu!; Montage: rbbKultur
Kein & Aber

Plädoyer für gegenseitiges Verständnis - Elif Shafak: "Hört einander zu!"

Elif Shafak gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihre preisgekrönten Romane, darunter "Die vierzig Geheimnisse der Liebe" und "Der Bastard von Istanbul", schreibt sie auf Türkisch und Englisch. Mit "Unerhörte Stimmen" stand sie auf der Shortlist zum "Man Booker Prize". Jetzt hat Elif Shafak einen Essay verfasst, mit dem sie Pandemie und Populismus trotzen und uns den Weg aus der gegenwärtigen Krise weisen möchte: "Hört einander zu!"

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Igor Levit, Florian Zinnecker: Hauskonzert; Montage: rbbKultur
Hanser Verlag

Mit dem Pianisten durch die Konzertsaison 2019/20 - Igor Levit und Florian Zinnecker: "Hauskonzert"

Igor Levit ist derzeit eine der medial meist präsenten Persönlichkeiten - als Pianist, aber auch als jemand, der sich in der Öffentlichkeit explizit auch politisch zu Wort meldet. Jetzt ist ein Buch über ihn erschienen. Der Journalist Florian Zinnecker hat Igor Levit darin ein Jahr lang begleitet. Der Titel "Hauskonzert" bezieht sich auf die Zeit des ersten Lockdowns, als der Pianist jeden Abend aus seiner Wohnung ein auf Twitter übertragenes Klavierkonzert gab.

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Andreas Maier: Die Städte; Montage: rbbKultur
Suhrkamp Verlag

Roman - Andreas Maier: "Die Städte"

Die Geschichte der Bundesrepublik als kleine Geschichte der Mobilmachung: Andreas Maier liefert im achten Band seiner "Ortsumgehung" das Bewegungsprofil seines Lebens und plädiert dann aber doch fürs Zuhausebleiben.

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Gernot Gruber: "Kulturgeschichte der europäischen Musik" © Bärenreiter/Metzler
Bärenreiter/Metzler

Von den Anfängen bis zur Gegenwart - Gernot Gruber: "Kulturgeschichte der europäischen Musik"

Der österreichische Musikwissenschaftler Gernot Gruber hat sich in seinem neuen Buch einiges vorgenommen: "Kulturgeschichte der europäischen Musik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart" heißt sein neues Buch, und das reicht tatsächlich von den allerersten nachweisbaren Spuren mehrere tausend Jahre vor Christus bis zur Jetztzeit. Entsprechend dick ist der Band ausgefallen mit weit über 800 Seiten.

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Jacqueline Woodson: Alles glänzt; Montage: rbbKultur
Piper

Roman - Jacqueline Woodson: "Alles glänzt"

"Red at the bone" - das ist auf Englisch ein Ausdruck für Dinge, die schwer verdaulich sind - wie große Gefühle zum Beispiel. "Red at the bone" - das ist auch der Originaltitel von Jacqueline Woodsons großartigem Roman - und ja, er erzählt von großen Gefühlen, aber schwer verdaulich ist er nicht.

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Sylvie Schenk: Roman d'amour; Montage: rbbKultur
Hanser

Roman - Sylvie Schenk: "Roman d'amour"

Jede Schriftstellerin kennt die Szene: Am Nachmittag vor der abendlichen Lesung in irgendeiner Provinzbibliothek hat eine Journalistin um ein Interview für einen lokalen Radiosender gebeten. Den Verkaufszahlen zuliebe lässt sich das kaum vermeiden. Also trifft man sich im Hotelfoyer, trinkt einen Kaffee, und dann folgt unweigerlich die Frage nach dem autobiografischen Gehalt des Romans.

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