Deutsche Oper Berlin: "Rheingold" – mit Andrew Harris und Karis Tucker; © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Aufnahmen aus der Deutschen Oper Berlin - Stefan Herheims Inzenierung "Der Ring des Nibelungen"

16 Stunden lang im Opernrausch: Vom 16. bis 21. November zeigte die Deutsche Oper Berlin den "Ring des Nibelungen" in der neuen Inszenierung von Stefan Herheim. Der preisgekrönte Opernregisseur aus Norwegen hat sich an eine Neuinterpretation gewagt und holt die Gedankenwelt von Wagners Tetralogie ins 21. Jahrhundert. Die musikalische Leitung hat Sir Donald Runnicles. rbbKultur hat den legendären Opernzyklus in vier Teilen im Radio übertragen – online ist das Bühnenereignis jetzt komplett nachzuhören.

Drei Tage und ein Vorabend

Deutsche Oper Berlin: "Rheingold" – mit Valeriia Savinskaia, Markus Brück, Irene Roberts und Karis Tucker; © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Aufnahme aus der Deutschen Oper Berlin - Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold

Der Vorabend des Bühnenfestspiels. Hier schaffen die Götter die Grundbedingungen, unter denen sich später die Schicksale des Menschen entscheiden werden. Die Schuld kommt auf die Welt und die Götter ziehen ein in Walhall … Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend von Richard Wagner. Unter der musikalischen Leitung von Donald Runnicles und in der Inszenierung von Stefan Herheim.

Deutsche Oper Berlin: "Die Walküre" – mit John Lundgren und Nina Stemme; © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Aufnahme aus der Deutschen Oper Berlin - Der Ring des Nibelungen - Die Walküre

Der erste Tag des Bühnenfestspiels. Die Zeichen stehen auf Sturm. Die Geschwister Siegmund und Sieglinde sind dem Tod geweiht, weil für wahre Liebe im System der Menschen und Götter kein Platz ist. Nur die Walküre Brünnhilde wird sich gegen die Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit wenden. Unter der musikalischen Leitung von Donald Runnicles und in der Inszenierung von Stefan Herheim.

Deutsche Oper Berlin: "Siegfried" – mit Clay Hilley und Waldvogel; © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Aufnahme aus der Deutschen Oper Berlin - Der Ring des Nibelungen - Siegfried

Der zweite Tag des Bühnenfestspiels von Richard Wagner. Die Zeit für einen Helden ist gekommen. Siegfried, der keine Furcht und auch nicht seine wahre Herkunft kennt, wird ein Schwert schmieden, einen Drachen besiegen und eine Walküre befreien. Unter der musikalischen Leitung von Donald Runnicles und in der Inszenierung von Stefan Herheim.

Götterdämmerung © Bernd Uhlig, Kirsten Hehmeyer
Bernd Uhlig, Kirsten Hehmeyer

Aufnahme aus der Deutschen Oper - Der Ring des Nibelungen - Götterdämmerung

Der dritte Tag des Bühnenfestspiels. Auch im letzten Teil von Richard Wagners Opernzyklus geht es um die Gier nach Macht und Reichtum, um Liebesschwüre und Intrigen. Finden Siegfried und Brünnhilde noch einmal zueinander? Wohin gelangt das geraubte Rheingold? Und gibt es am Ende trotz Untergangsstimmung auch Hoffnung?

Sehen

DER RING DES NIBELUNGEN: DAS RHEINGOLD von Richard Wagner, Deutsche Oper Berlin, copyright: Bettina Stöß
Deutsche Oper/Bettina Stöß
4 min

Proben in der Deutschen Oper - Wagner an der Deutschen Oper

Arbeiten an der "Götterdämmerung" in der Deutschen Oper. Ein besonderes Vergnügen, wenn ein Schotte und ein US-Amerikaner sich mit Wagnerscher Wortgewalt befassen. Auch ein Heldentenor hat da seine Stolperfallen. Ein Bericht von Steffen Prell.

Bildergalerie

Zum Hintergrund

Donald Runnicles © Simon Pauly
Simon Pauly

Donald Runnicles, Dirigent | Ring-Tetralogie Deutsche Oper Berlin - "Ich dirigiere den Ring seit 30 Jahren und finde immer wieder neue Details in dieser unglaublichen Partitur"

Der "Ring des Nibelungen" startet mit dem Rheingold, gefolgt von der Walküre, dann Siegfried, schließlich kommt die Götterdämmerung. Pandemiebedingt hat die aktuelle Inszenierung an der Deutschen Oper in Berlin zunächst eine ganz andere Reihenfolge bekommen: Im September 2020 hatte die Walküre Premiere. Im Juni 2021 ging es mit dem Rheingold weiter, nun die Götterdämmerung und in zehn Tagen, am 12.11., ist die Premiere von Siegfried. Erst jetzt, in den beiden Zyklen im November, läuft der Ring der Reihe nach. Am Dirigentenpult bei diesem besonderen Ring steht Sir Donald Runnicles, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper.

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Alexander Meier-Dörzenbach, Dramaturg, München 2012; © dpa/Frank Leonhardt
dpa/Frank Leonhardt

Dramaturg bei "Das Rheingold" - Alexander Meier-Dörzenbach darüber, was Wagner so aktuell macht

"Das Rheingold" von Richard Wagner gilt als eine Art Prolog für die "Nibelungen". Zweieinhalb Stunden Wagner, voller Gefühle, Begierden und Machthunger in einer Götterwelt. Diese Oper hatte als erste richtige Vorstellung seit langem an der Deutschen Oper Berlin Premiere. Die Musikalische Leitung hat Sir Donald Runnicles. Was Wagner so aktuell macht, erfahren wir vom Dramaturgen Alexander Meier-Dörzenbach.

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Deutsche Oper Berlin: Das Rheingold; hier: Andrew Harris und Jacquelyn Stucker; © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Am Samstag startete die neue "Ring"-Tetralogie - Deutsche Oper Berlin: "Das Rheingold"

Nach der legendären "Ring"-Inszenierung von Götz Friedrich, die 2017 - nach 33 Jahren - abgesetzt wurde, inszeniert Stefan Herheim das Mammutwerk von Richard Wagner, den Ring des Nibelungen. Der Regisseur hat bei Götz Friedrich sein Handwerk gelernt, im Juni kam Teil 1, "Das Rheingold", zur Premiere. Wir fragen Kai-Luehrs Kaiser, ob Herheim es mit seinem Lehrer und Vorgänger aufnehmen kann.

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Deutsche Oper Berlin: Götterdämmerung - Clay Hilley (Siegfried) u. Jürgen Linn (Alberich) © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin - "Götterdämmerung" von Richard Wagner

Wie der neue "Ring des Nibelungen" – der erste, der covidbedingt völlig durchander auf die Welt kam – abschließend zu beurteilen sein mag, dürfte sich erst im November sagen lassen, wenn auch "Siegfried" (der 3. Teil) endlich nachgereicht wird. Ob die Inszenierung von Stefan Herheim gemischte Gefühle, die sie bislang hervorrief, je überwinden kann, scheint zweifelhaft. Auch wenn "Buhs" bei der Premiere von wackeren Fans nach Kräften niedergejubelt wurden.

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Bewertung:

60 Jahre Deutsche Oper

Die Deutsche Oper Berlin, Aussenansicht, 2017; © dpa/Robert Schlesinger
dpa/Robert Schlesinger
5 min

rbbKultur - Das Magazin - Geschichte Deutsche Oper

Chefdramaturg Jörg Königsdorf probt mit Musikern der Deutschen Oper für ein Konzert zum Jubliläum des Hauses. Gespielt werden Stücke aus der Zeit der Eröffnung 1961. Damals stand die Deutsche Oper vor einem Neuanfang.

Innenansicht Deutsche Oper Berlin. (Quelle: RBB Kultur - Das Magazin)
RBB Kultur - Das Magazin
4 min

rbbKultur - Das Magazin - Architektur Deutsche Oper

Einst stand hier das prunkvolle Opernhaus der Stadt Charlottenburg, bis es 1943 durch Bomben zerstört wurde. Der Berliner Architekt Fritz Bornemann bekommt den Auftrag für einen Neubau. Das Haus der Deutschen Oper wird sachlich und schlicht. Die Berliner sehnen sich nach dem Krieg nach Kultur, aber es dauert, bis sie sich an das Haus gewöhnen. Ein Bericht von Theresa Majerowitsch.

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