YOUNG SINGERS I: Yajie Zhang (links) und Kieran Carrel (rechts)
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Pierre Boulez Saal - Young Singers I: Yajie Zhang & Kieran Carrel

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Junge Sänger in einem Liederabend mit Schubert zu erleben ist ein Geschenk für alle Beteiligten. Für den deutsch-britischen Sänger Kieran Carrel und die Sängerin Yajie Zhang aus China bot die intime Situation im Boulez Saal eine Möglichkeit, sich zu profilieren.

Für das Publikum war es ein Erlebnis die vielen Wandlungen eines Liederabends und die jungen Künstler ganz hautnah mitzubekommen. Mit Hartmut Höll hatte man eine Pianisten-Legende gewonnen, er spielte mit den größten SängerInnen des letzten Jahrhunderts. Noch immer sehr jugendlich wirkend, mit großer Subtilität und geradezu seismographischer Aufmerksamkeit bot er den jungen Künstlern Sicherheit und Anregung.

Kieran Carels Stimme ist ein wahres Wunder an Schönheit

Kieran Carel brauchte ein wenig, bis er sein Herz ganz öffnete, aber dann berührte er um so mehr, etwa wenn er dem Tod in "Mutter Erde" wirklich ins Gesicht sah und und die zärtliche Seite des Todes spürbar machte. Seine Stimme ist ein wahres Wunder an Schönheit, lichtester Höhe, perfekten Übergängen und großer Wandlungsfähigkeit. Auch die Tiefe ist gut entwickelt. Besonders bestach auch die Sprachverständlchkeit.

Yajie Zhangs reich facettierter Mezzosopran bestach von Anfang an

Dies galt auch für Yajie Zhang, die allerdings ganz von der Oper her gestaltet. Dabei war auch manche Übertreibung dabei, aber ihre Persönlichkeit und ihr ebenfalls reich facettierter Mezzosopran bestachen von Anfang an. Nachhaltig blieb "Der Tod und das Mädchen" oder die Ballade "Der Zwerg" im Gedächtnis, aber auch ihre übermütig tirillierende "Nachtigall".

Nachdrückliche Empfehlung!

Ein Besuch der weiteren Young Singer Abende sei nachdrücklich empfohlen!

Clemens Goldberg, rbbKultur

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